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1 (1845) A bis Balbuena
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12 A-b-c-oucher Abchasien

und kraftvoll, ohne jedoch immer Von Zwang und Dunkelheit frei zu sein. Seine Schrif-ten sind reich an Scharfsinn, Einbildungskraft und Geist. Kräftig hat er zur bessern Ge-staltung der deutschen Literatur mitgewirkt, und würde gewiß einer unserer vorzüglichstenSchriftsteller geworden sein, wenn er das reifere männliche Alter erreicht hätte. Aber auchso verdient er zu Denen gerechnet zu werden, die in Lessing's Zeitalter zu der bessern Gestal-tung der deutschen Literatur kräftig beigesteuert haben. SeineVermischten Werke" wur-den nach seinem Lode von Nicolai herausgegeben (6 Bde., Berl. 176881; 2. Ausl. 1766).

A-b-c-bÜcher oder Fibeln sind sehr alt. Das älteste deutsche ist unstreitig Luther sFibel (152836), die das Alphabet, Vater Unser, den Glauben und einige Gebete ent-hält. Mit einer merkwürdigen Verbesserung des A-b-c-buchs brüstete sich der BuchdruckerBallhorn (s. d.). Mit Bildern wurde es seit dem Anfänge des 18. Jahrh. versehen;die berüchtigten Reime unter denselben haben Bienrod, einen Schullehrer in Wernigerode,zum Verfasser. Ein neues, verbessertes A-b-c-buch lieferte Zeidler (Halle 1766); Epochemachte das von Weiße (Lpz. 1772), dem nun die von Campe, Plato, Lohr, Salzmann,Dolz, Natorp, Stephani, Krug, Wilmsen u. A. folgten.

Abchasien oder Abasien, auch Abasi oder Abassa, das Land derAbchasen oderAbasen, eine Provinz des transkaukasischen grusino-imeretischen Gouvernements im asiat.Rußland. Es wird begrenzt im Norden vom Kaukasus, im Osten von Mingrelien, südlichvomSchwarzen Meere und imWesten von Tscherkessien, umfaßt 6666 lnWerste und hat gegenS2366E- Die abchasischen Kaukasusketten erheben sich mit ihren Gipfeln von 1213666F. bis an die Eisregion, ihr Kern besteht aus Grünstein, Porphyr und schwarzem Schie-fer, welchen Massen eine Bank von Jurakalk anliegt, als Übergangsglied zur wellenförmi-gen und sanft zum Meere geneigten Ebene. Unermeßliche Wälder der schönsten Wald-bäume ziehen von den Gebirgshängen zu den Ebenen, in denen ital. Klima neben Mais, Feigeund Granate mitteleuropäisches Obst, Getreide und den köstlichsten Wein reifen läßt undzu lohnender Cultur einladet; jedoch das Land ist verwildert und erinnert nur durch seinezahlreichen Ruinen an eine frühere Blüte. Die Abchasen gehören zu dem kräftigen tscher-kessischen Menschenschläge und unterscheiden unter sich fünf Stämme: die Bsubben, eigent-lichen Abchasen, Tschebeldier, Abschawen und Jamuozahanen. Der A.bchase betreibt Vieh-zucht und Handel so nachlässig, daß Beides seine Bedürfnisse nicht befriedigt; dagegen istihm das Räuberleben zur zweiten Natur geworden und der Besitz glänzender Waffen seinhöchstes Glück. Der Sklavenhandel mit den Türken war früher Haupterwerbszweig; er hatdie Volkszahl sichtlich vermindert und wird trotz der russ. Wachsamkeit noch heute heimlichbetrieben. A. war unter seinen den Königstitel führenden Fürsten mit dem Lande der La-zen (Kolchis) bis zum 11. Jahrh. vereinigt und bildete unter Oberherrschaft der byzant.Kaiser einen selbständigen, von Georgien unabhängigen Staat. Im 11. Jahrh. vereintendie Könige Georgien durch Erbschaftanit A. und residirten nun zu Tiflis, wodurch A. ver-fiel und verwilderte. Nachdem die Türken schon 1451 das Land verwüstet hatten, erklärtensie sich während der Kriege gegen Persien und Georgien unter Selim II. und Amurath III.wie über Jmerethi, Ghuria und Mingrelien, so auch für Oberherren von A., betrachtetendie dasigen Fürsten als Vasallen und gründeten die Festungen Poti und Sukum-Kale. ImI. 1771 empörten sich die Abchasen unter Anführung zweier Brüder aus der Familieder Schirwaschidze, Levan Bei und Suraba Bei, und nahmen Sukum-Kale. InnereZwietracht schwächte indeß ihre Macht, und durch Levan selbst wurde Sukum-Kale an dieTürken verkauft, die dasselbe jedoch nur noch drei Jahre besetzt hielten. Kclisch Bei,angeblich aus derselben Familie, nahm die Festung in Besitz, gab sich zwar den Scheineines türk. Unterthans, wurde jedoch Christ und Vasall Rußlands. Er fiel als dasOpfer einer von den Türken angefachten Verschwörung, an deren Spitze sein eigener SohnAslan stand, welcher jedoch auch flüchten mußte. Hierauf übernahm Aslan's ältester Bru-der Saphyr Bei, der Christ war und den Rang eines russ. Obersten bekleidete, die Regent-schaft unter russ. Oberhoheit. Er starb 1821, und ihm folgte in der Regentschaft sein äl-tester Sohn, der indeß schon 1823 starb. Den Thron erbte nun der jüngere Bruder des-selben, Michael Bei, der mehr zu seiner persönlichen Sicherheit als im Interesse des LandesRußland auffoderte, dasselbe mit Truppen zu besetzen. Die Truppen stationiren in den