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1 (1845) A bis Balbuena
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Aalborg Aargau 5

fäden. Sie stellt die einzige im Süßwasser vorkommende Art der Familie dar, ist gemeinim nördlichen Europa und soll, nach Bloch, im Oderbruche einst so häufig gewesen sein, daßman die getrockneten als Brennmaterial benutzte. Ihr Fleisch ist zart und angenehmschmeckend; das Weibchen enthält über 100000 Eier.

Aalborg, das nördlichste Stift der jütländischen Halbinsel im Königreiche Däne-mark, welches im Norden mit Skagens-Horn ausläust, durch den Lymfiord und den 1825erfolgten Meeresdurchbruch bei Agger von der übrigen Halbinsel getrennt ist und im In-nern von Haide und Moor erfüllt wird. Es umfaßt 13l L7M. mit 120000 E. Amsüdlichen Ufer des Lymfiord liegt die Hauptstadt Aalborg mit dem Schlosse Aalborghuusund 7500 E., der Hauptort des gleichnamigen Amtes und Sitz eines Bischofs. Die Stadtgehört zu den ersten Handelsplätzen Dänemarks, hat einen guten, sehr belebten Hafen, be-schäftigt über 100 Schiffe in einträglicher Fischerei und ist ausgezeichnet durch Seide-,Handschuh-, Zucker- und Waffenfabriken, Thran- und Seifensiedereien. Sic ist im Besitzeiner Bibliothek, auch besteht daselbst eine Navigationsschule.

Aar, ein linker Nebenfluß des Rhein, entspringt aus drei Hauptquellen am Oberaar-,Finsteraar- und Lauteraargletscher. Die Aar bildet das romantische Haslithal zwischen denVierwaldstädter und berner Alpen, füllt die Becken des Brienzer- und Thunersees und wirdalsdann schiffbar. Sie fließt bei Bern vorüber, ändert hierauf ihren Lauf von Westnord-west nach Nordostnord, berührt Solothurn, Aarburg, Aarau und Brugg und mündet in denRhein, Waldshut gegenüber, beim Dorfe Koblenz. Rechts fließen ihr zu Emmen, Reupund Limmat, links dagegen Simmen, Sanc und Thiele. Aar ist der alte Name derRaubvögel im Allgemeinen, insbesondere des Adlers.

Aarau- die freundliche^ woblgebaute und gewerbfleißige Hauptstadt des CanlonsAargau, Sitz des Großen Raths, Kleinen Raths und des Obcrgerichts, mit etwas über-1000, meist evangelischen E-, liegt an der Aar, dem fischreichen Sußbache und den Ab-hängen des Jura, etwa 1100 F. über der Meercsfläche. Sie hat Fabriken in Eisen, Seideund Baumwolle, ein blühendes Gymnasium und eine nicht unbedeutende Cantonsbiblio-thek mit der Sammlung des Generals Zurlauben und zahlreichen, für die schweiz. Ge-schichte merkwürdigen Manuscripten. Um die im 11. Jahrh. vom Grafen Rohr erbauteBurg erhob sich allmälig die Stadt, die später an die Grafen von Habsburg kam und biszur Eroberung durch die Berner im I. 1315 bei Ostreich blieb. Am 9. und 11. Aug. 1712wurde daselbst der den toggenburger Krieg endende Friede geschlossen., Während der franz.Herrschaft war A. für kurze Zeit der HauptorUr Eidgenossenschaft'. (S. Schweiz.)

Aargau, der sechzehnte Canton der schweiz. Eidgenossenschaft, ein fruchtbares undwaldreiches, von den Ausläufern der Alpen und des Jura gebildetes Hügelland, von Aar, Reußund Limmat, die sich hier mit dem Rhein vereinigen, durchströmt, vom GroßherzogthumeBaden (durch den Rhein) und den Cantonen Basel-Land, Solothurn, Bern, Luzern, Zugund Zürich begrenzt, hat einen Flächenraum von etwas über 25 wM. und eineBevölkcrung von18-1000 E-, deren größere Hälfte sich zu der reformirten Kirche bekennt. In zwei Dörfern,Endingen und Langnau, wohnen etwa 2100 Juden, im Genüsse freier Religionsübung undder bürgerlichen Rechte in ihren Heimatsgemeinden, jedoch auf diese Ortschaften beschränktund ohne Theilnahme an den staatsbürgerlichen Befugnissen. Acker-, Wein- und Obstbau,Wiesenbau und Viehzucht werden mit großer Thätigkeit betrieben; industrielle Beschäfti-gungen verschiedener Art, besonders Fabrikation in Baumwolle und Seide, sind nicht blosin den elf Städten und Städtchen des Cantons, sondern auch auf dem Lande verbreitet.Wohlstand und Volksbildung haben seit -10 Jahren, besonders seit 1830, in weitern Kreisenzugenommen. Es fehlt nicht an wissenschaftlichen Vereinen, und selbst viele Dörfer habenihre eigenen Lesegesellschaften, Sängerchöre, sowie Sparkassen u. s. w. Am weitesten stehennoch die katholischen Bezirke zurück, wo bis zum I. 1811 sieben Klöster, die im Besitze einesVermögens von etwa 5 Mill. Gulden waren, einen sichtlich hemmenden Einfluß äußerten.Nach der revidirten Verfassung von 1811 übt das Volk seine souveraineGewalt durch einen alledrei Jahre zur Hälfte zu erneuenden Großen Rath aus, dessen austretende Mitglieder wiederwählbar sind. Zur Bildung desselben ernennt jeder der 50 Kreise auf je 180 seiner stimmfähi-gen Bürger einen Abgeordneten. Aktives und passives Wahlrecht haben regelmäßig alle