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1 (1845) A bis Balbuena
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Aachen 3

aufcnthalte Karl des Großen. Ganz in der Nähe liegt Burtscheid (s. d.). Bgl.Quix,A. und seine Umgebungen" (Köln 1829).

In A. entspringen sechs warme und zwei kalte mineralische Quellen. Die war«men Quellen gehören zu den alkalisch-muriatischcn Schwefelthcrmen und werden nach ihrerLage in die obern und untern getheilt, von denen jene eine höhere Temperatur und reichlichereEntwickelung von Schwefelwasscrstoffgas zeigen als diese. Sie wirken hauptsächlich aufdas Pfoctadersystem und die Schleimhäute, daher sie gegen Gicht, Hämorrhoiden, schlechtbehandelte Syphilis und Blennorrhöen, besonders mit dem Charakter des Torpor, wirksamsind. Unter den obern Quellen ist die vorzüglichste die Kaiserquelle, die mitten im Gast-hause zum Kaiserbade entspringt und deren eingeschlossener Dunst den sogenannten Band-schwefel absctzt ; ferner eine kleine Quelle vor dem Kaiserbade und die Quirinusquelle. Zuden untern Quellen gehören die alte Trinkquelle und der seit 1827 eingerichtete neue Trink-brunnen, der Elisenbrunncn, die Nosenbadquelle und die Corneliusquelle. Die Bader selbstsind 45 F. tief, ganz massiv und nach altrömischer Art gebaut. Die eisenhaltigen Sauerbrunnen sind kalte Quellen von geringem Gehalte; am stärksten ist noch, die Leuchtenrader--quelle, geringer die auf der Draitschstraße gelegene, welche wegen der Ähnlichkeit mit demPouchonwaffer in Spaa, der Spaabrunnen genannt wird. Vgl. Reumont,A. und seineHeilquellen" (Aachen 1828) und Zitterland,A.s heiße Quellen" (Aachen 1836).

Zwei Friedensschlüsse und ein Kongreß haben A. in neuerer Zeit ein be-sonderes historisches Interesse verliehen. Der erste Friedensschluß endigte den Devolu-tionskrieg, den Ludwig XIV. 1667 mit Spanien führte, weil er nach dem Tode Phi-lipps I V., seines Schwiegervaters, im Namen seiner Gemahlin, der Infantin Maria The-resia, auf das unter Privatpersonen in Braban t und Namur geltende deutsche Recht der De-volution (s. d.) sich berufend, einen großen Theil vcr span. Nieveriankw in Anspruchnahm. Das siegreiche Vorschreiten Ludwig's XIV. wurde durch die Tripelallianz zwischenEngland, Holland und Schweden gehemmt, welche Spanien vorschrieb, Ludwig XIV.entweder die Franche-Comte oder den bereits eroberten Theil von Flandern, namentlichCharlcroi, Ath, Oudcnarde, Douai, Tournay und Lille abzutreten, und dem sich Weigerndenden Krieg erklärte. Nachdem Ludwig XIV. zu St.-Germain-en-Laye die Bedingungen ange-nommen, auch Spanien gegen Zurücknahme der Franche-Comte die Abtretung des flandrischenGebiets gewährt hatte, bewirkte die Tripelallianz zu A. am 2. Mai 1668 den förmlichenFrieden, zu dessen Aufrechthaltung sie sich 1669 noch in einen besondern Vertrage vereinigte.Der zweite aachner Friede beendete dm öür. Erbko lg ek rl eg n "w rkkm Mrch die Ansprüchedes Kurfürsten Karl Albrecht von Baiern auf den von Maria Theresia 17-10 besetztenöstr. Thron angefacht war, acht Jahre lang mit wechselndem Glücke durchgekämpftwurde und am Ende auf der einen Seite für bair. Interesse Frankreich, Spanien, Modenaund Genua, auf der andern für Ostreich Sardinien, Großbritannien, Sachsen und Hol-land in den Krieg verwebt hatte. Das Waffenunglück Ostreichs und seiner Verbündetenveranlaßte das Heranziehen eines russ. HülfSheers unter Fürst Nepnin, auf Rechnung, derSeemächte, dessen Ankunft in den Rheingegenden den Präliminarvertrag zu A. am 30Apr. 1747 zwischen Frankreich und den zwei Seemächten beschleunigte. Am 18. Oct.1748 wurde derselbe in einen förmlichen Frieden verwandelt, welchem sodann auch Spa-nien, Ostreich, Genua und Sardinien beitraten, während Sachsen und Baiern schonfrüher vom Kampfplätze abgetreten waren. Es wurden in demselben alle frühemFriedensschlüsse und die Garantie der pragmatischen Sanction bestätigt, und der Besitz-stand der Mächte, wie er vor ausgebrochenem Kriege war, im Allgemeinen zur Grund-lage des Friedens bestimmt. Sardinien behielt die während des Krieges abgetretenen mai-ländischen Plätze; Parma, Piacenza und Guastalla wurden an den span. Infanten Philipp,Elisabeth's zweiten Sohn, unter gewissem Vorbehalte des Rückfalls an Ostreich, abgetre-ten; Preußen ward der Besitz von Schlesien und der Grafschaft Elatz garantirt, Englandder Assientotractat für vier Jahre von neuem bestätigt und Dünkirchens Befestigung von derLandseite gewährt, dagegen der Prätendent Eduard aus Frankreich verwiesen. Vorzugsweisedurch die Bemühungen des Ministers Kaunitz kam Ostreich mit sehr geringen Opfern weg,

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