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Ueber das fortleben des werks ist nur bekannt, daß dieStraßburger Übersetzer des ganzen Terenz 1499 Neidharts textfast unverändert aufgenommen haben *.
Der drucker, Conrad Dinckmüt **, bat viel auf die aus-gäbe verwandt, die man die beste leistung seiner officin nennenkann. Er begnügt sich nicht mit stattlichem format undgroßen lettern, sondern fügt zu an fang der einzelnen scenennicht weniger als 28 liolzschnitte mit darstellungen aus demstück ein. Ob ihr kunstwert groß ist, weiß ich nicht; diearchitekturen, die mit der kleidertracht zusammen ein interes-santes zeitbild geben, sind schematisch angedeutet, die fenster,falls nicht eine porson darin liegt, nur durch starke senk-rechte linien. Aber keiner der holzschnitte ist dem anderngleich , auch die architektur, fast immer straßenbilder, istauf jedem blatt wieder anders***. Ueber der haustür desbildes fol. 45 v° (unten s. 108) ist ein wappen, das ichnicht habe bestimmen können. Das der Neidhart ist esnicht.
Der band besteht aus 15 lagen von ungleich vielen dop-pelblättern. Die lagen a, b, d, e, g, b, n haben 4 doppel-blätter mit Signatur i bis iiij, die lagen c, f, i, k, 1, m, o, p3 mit Signatur i bisiij; von a fehlt im Stuttgarter exemplardas leere erste blatt, von p im Göttinger die leeren blätter5 und 6, im Stuttgarter das blatt 6. Der text (einschl. glosseund holzschnitte) steht auf b 1 ff. und ist, außer der Signaturder lagen und wohl wegen deren Ungleichheit, auch noch
* Wunderlich 205.
** Ueber ihn Hassler, Die Buchdrucker-Geschichte Ulms, 119 ff.
*** Muther, Die deutsche Büeherillustration 1, 46 führt die liolz-schnitte an, ohne einen verfertiger zu nennen; nur gibt er fälschlich30 statt 28 bilder an, und seinem lob wäre entgegenzusetzen, daß dasgvößenverhältnis zwischen der architektur und den figuren keineswegsrealistisch getreu ist, auch die hewegungen der letzteren öfters rechtconventionell ausgefallen sind. Vgl. Paul Kristeller, Kupferstich undHolzschnitt in vier Jahrhunderten, 2. Aufl. 1911, S. 41 f.