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t.ext gehen mehrere einleitungen voraus, die teils auf lateini-scher vorläge beruhen (unten s. 5 f. 9—11), teils selbständigsind. Der metrische prolog ist weggelassen. Der text desStücks ist in prosa wiedergegeben. Manche Unarten damaligerÜbersetzer gelten von ihm nicht. Neidhart strebt nicht, wieNiclas von Wyle programmatisch tut, eine latinisierende dic-tion als vermeintliche Verbesserung des deutschen stils an;seine fehler sind mehr negativer als positiver art. Unterdem text steht, mit ausnähme weniger Seiten, die „glosse",die gegen den Schluß hin recht mager wird, um ganz zuletztwieder etwas voller zu werden; von vornherein übertrifft sieden text an umfang nicht wenig. Sie ist den sog. Donat-scholien entnommen, die in den alten ausgaben (,Terentiuscum Donato') mit abgedruckt sind. Dabei ist aber sehr freiverfahren. Ganz wörtlich ist nur weniges aus den scholienübersetzt, manches recht frei, auch wohl mißverständlich;nicht weniges ist ausgelassen, so besonders fast alle citateaus andern antiken dichtem; anderes selbständig hinzu getan,besonders wo antikes in der sache oder im ausdruck mit sol-chem aus der eigenen zeit und dem eigenen bind zu vergleichenwar. Die ganze haltung ist weit mehr populär, nicht wie diealten scholien auf philologische leser berechnet; dem ver-danken wir besonders auch eine anzahl sehr willkommenerproverbieller Wendungen udgl., z. t. gereimter. Die sprächeverrät sich leicht als gut schwäbisch *.
Mein glossar am Schluß des bandes wird von diesen dingeneinen kleinen begriff zu geben suchen.
PMlippum Pinzium Mantuanum 1493 und die ausgäbe von Stallbaum,vol. 2, 1830. Die lateinischen originale für die im glossar meines neu-drucks zusammengestellten deutschen ausdrücke sind da eingesetzt,wo mir der Wortlaut von Neidharts original sicher schien.
* Das schwäbische Wörterbuch des alten Schmid hat den drucketliche male benutzt; ich freue mich, in dem meinigen das von jetztan mehr tun zu können. Ob es (Wunderlich 215 f.) möglich sein wird,die spräche zeitlich genauer festzulegen, muß ich vorerst dahin stellen;wir sind so weit noch nicht, und ob wir es einmal sein werden, weißich nicht. Daher kann ich auch darüber, ob die Übersetzung nach1470 oder nach 1480 entstanden ist, nichts vermuten.