Einleitung.
Ueber das werk, dessen neu druck hier gegeben wird,hat zuerst 1893 Hermann Wunderlich gehandelt in den„Studien zur Literaturgeschichte, Michael Bernays gewidmet",S. 201—216: „Der erste deutsche Terenz". Er plante da-mals den neudruck für unsern verein, hat dann aber, mitmeinem einverständnis, ihn für Sauers „Bibliothek ältererdeutscher Uebersetzungen" bestimmt. Nachdem dieser plannicht zu stände gekommen, habe ich es mit Wundeilichs Zu-stimmung übernommen, den alten plan ins werk zu setzen.Anlaß dazu gab eine abschrift, die mein schiiler cand. phil.Karl Flad von dem Stuttgarter exemplar genommen und mirzur Verfügung gestellt hat. Ich habe das Stuttgarter und dasGöttinger exemplar liier in Tübingen vergleichen dürfen undsage den beiden bibliotheken dafür geziemenden dank. Wennin meinem abdruck eine mehrzahl von freilich zumeist unbe-deutenden fehlem stehen geblieben ist, so bitte ich es zuentschuldigen; eine erneute collationienmg unter günstigerenumständen hat es mir möglich gemacht, das Verzeichnis vondruckfehlern und kleinen ergänzungen des kritischen apparatsam Schlüsse dieser einleitung zu geben.
Der erste deutsche Terenz-übersetzer, von dem wir wis-sen, ist kein ganz unbekannter *. Die Neidhart sind ein altesUlmer geschlecht, von dem Felix Fabri De civitate Ulmensi**
* Das folgende, wo nicht anders angegeben, zumeist nach Wunder-lichs aufsatz.
** Publication 186 des bitterarischen Vereins.