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3 (1863) Khorda-Avesta : mit einem Register über das vollständige Werk
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LXXV
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Drittes - Capitel.

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Allein dieser Zustand der Trennung der Guten und Bösen, ihrLohn und ihre Strafe wird nicht ewig währen, sondern nur his zurPeriode des grossen Kampfes zwischen Ahura-Mazda und Agro-mainyus. Diesem Kampfe wird die Auferstehung der Todten vorher-gehen. Ueber diesen Vorgang liegen in den spätem Schriften aus-führliche, in den ältern spärliche Notizen vor, weswegen früher Bur-nouf und ich mit ihm (cf. Bd. I, p. 247) geschlossen haben, dass dieälteren Schriften diese Lehre noch nicht kennen. Mit Recht hat aberWindischmann dagegen die Stelle Yt. 19, 89 flg. geltend gemacht,welche dasVorhandensein dieser Lehre auch in alter Zeit beweist, wiesie ja auch schon vonTheopompus bezeugt ist (cf. Bd. I, p. 16). Seit-dem nächgewiesen ist dass auch dieNamen der drei künftighin erschei-nenden Söhne Zarathustras im Avesta Vorkommen (s- o. p. LXXII),werden wir annehmen müssen, dass schon in alter Zeit die 3000Jahre welcbe von Zarathustras Erscheinen his zum Weitende nochzu verfliessen haben in der Gestalt abgetheilt wurden wie später,nämlich dass alle tausend Jahre ein Prophet auftrete der den schonbekannten Nosks oder Abtheilungen des Gesetzes noch einen neuenhinzufügt. Während aber von den beiden ersten nichts als der Namebekannt ist, wird der dritte im Avesta häufig genannt. Ueber diesePersönlichkeit brauche ich nur an bereits Bekanntes zu erinnern, daschon Windischmann (Milhra p. 78 flg.) das Wesentliche über ihnzusammengeslellt hat. Der Name Qaoshyantj ist ein ganz regelmäs-siges Participium fut. der häufig vorkommenden Wurzel $u, nützen.Wenn in manchen Handschriften dafür sich Qaoskyaiig findet so istdies blos eine verschiedene Schreibung des sh, die in manchenCodd.vor i-Lauten gewöhnlich ist. In der angegebenen Weise wird nundas Wort im Avesta selbst erklärt (Yt. 13, 129). Ausserdem führter auch den Namen A^tvat-ereto (der Hohe oder Erhöhte unter denBekÖrperten), cf. Yt. 13, 110. 117.129. Er selbst führt gewöhnlichden Beinamen verethraja, der Siegreiche (Vd.XIX, 18. Yq. LVIII, 3),der Grund dieses Namens erhellt am deutlichsten aus Yt. 19, 95 woseine Wirksamkeit bei der Auferstehung geschildert wird, und erden Sieg des ahurischen Glaubens vollendet. Da Qaoshyan? als Pro-phet gefasst wird so muss er, wie seine Vorgänger, aus dem Saamendes Propheten, aus dem Stamme Zarathustras sein. Dieser Saamedes Propheten wird deswegen von 99999 Fravashis der Reinen be-wacht (Yt. 13, 62). Das Wasser aus dem er geboren werden wirdist das Wasser Kantjaoya oder Kaiigu (cf. Vd. XIX, 18. Yt. 19, 66