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3 (1863) Khorda-Avesta : mit einem Register über das vollständige Werk
Entstehung
Seite
XIII
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Erstes Capitel.

XIII

sehen und irdischen Yazatas, als Herr und Meister der erstem wirdAhura-Mazda, als der der letztem wird aber Zarathustra genannt.Leider können wir diese Anordnung nicht zu Grunde legeu, denn esist mir keineswegs hinlänglich klar, welches der Gegensatz zwischenhimmlisch und irdisch in dieser Hinsicht ist. Fassen wir das Beiworthimmlisch als gleichbedeutend mitunsichtbar, wie ja die Par-sen immer die Unsichtbarkeit als das hauptsächlichste Attribut eineshimmlischen Wesens angeben, so würden unter der Obhut des Ahura-Mazda alle die Wesen stehen welche unsichtbar wirken, sei es imHimmel oder auf Erden. Dann würden unter Zarathustra die sicht-baren Mächte zu stehen kommen, etwa wie das Feuer, das Wasser,dann die Gestalten der Vorzeit wie Gayö-maratan, Thraetaona u. s. w.Dies scheint mir jedoch wenig wahrscheinlich und namentlich hin-sichtlich der letztgenannten Wesen etwas bedenklich sie als Yazatasgelten zu lassen. Wir könnten dann die Ausdrücke auch so lassen,als seien unter himmlischen Genien alle die verstanden welche imHimmel, unter irdischen aber solche die auf Erden wirken. Dies istetwas wahrscheinlicher, aber unsere Hiilfsmittel reichen auch dannnicht hin um diese Eintheilung zu Grunde zu legen, denn die Mit-theilungen des Avesta, auch über die einzelnen Yazatas, sind in derRegel sehr mager und cs ist nicht immer zu sagen oh sie auf Er-den oder im Himmel wirken. Wir müssen uns also nach einer an-dern Eintheilung umsehen. Plutarch, nachdem er von dem Amesha-fpentas gesprochen hat, versichert, dass die Parsen ausser diesennoch vier und zwanzig andere Genien verehren 1 ). Wir erhalten soziemlich dieselbe Anzahl wenn wir die Genien betrachten, welcheden einzelnen Tagen des Monats vorstehen, ln dieser Ordnung alsowollen wir die Yazatas aufzählen, die Eintheilung ist übrigens keineganz neue, wir linden sie schon im Yg. XVII so wie im Siroza.

Nach dem Amesha-tjpenias wird, im Kalender der Parsen zu-nächst das Feuer (älars) als der Schutzgeist eines Monatstages ge-dacht. Das altbaktrische ätars linden wir im Neupersischen in zweiFormen und wieder. Von der hohen Bedeutung dieses Ge-nius legt das ganze Avesta Zeugniss ah. Dass derselbe gewöhn-lich als Sohn des Ahura-Mazda bezeichnet wird ist schon ge-sagt, auch wird er in der Liturgie meist als persönlich angeredet,wahrscheinlich weil der fungirende Priester das Feuer vor sich hat.

1) Nach Yt. 6, 1 müssen wir freilich die Yazatas nach Hunderten und Tau-senden zahlen.