1. Ich lade ein und verkündige es: den Herren der Himmlischen,den Herren der Irdischen, den Herren derer, die im Wasser leben,den Herren derer, die unter dem Himmel leben, den Herren der Ge-flügelten, den Herren der Weitschreitenden, den Herren der Thieremit Klauen, den reinen, Herren des Reinen 1 ).
2. Ich lade ein und thue es kund : den jährlichen Festen : denHerren des Reinen, dem Maidhyozaremaya , der Milch der reinen,dem Herrn des Reinen.
3. Ich lade ein und thue es kund: dem Maidhyoshema, demGeber der Weiden dem reinen, Herrn des Reinen.
4. Ich lade ein und mache es kund: dem Paitis-hahya, demGeher des Getreides dem reinen, Herrn des Reinen.
1) Es ist Sitte der Mazdayaijnier, die strenge Enterordnung und Abthei-lung, welche im persischen Reichswesen stattfand und in der Stammverfassungbegründet war, auf die ganze lebende Schöpfung auszudehnen. Jede Classelebender Wesen erhält daher einen Oberherrn (ratus) aus ihrer Mitte, gleich-sam als ihren Heerführer iin Kampfe gegen Agra-mainyus. Wir entnehmendem Huzvareschcoinmentare zu dieser Stelle , welche dieser Oberherren hiergemeint sind. Der Herr der Himmlischen ist Ormazd, der Irdischen Zartuscht,wie dies in der Tliat aus den altbaktrischen Schriften selbst zur Genüge her-vorgeht (Cf. Vsp. II. 4—7). Der Herr der Wassergeschöpfe ist Kar-mahi, derFisch dessen Aufgabe es ist die verderblichen Geschöpfe von dein Hombaumefern zu halten und die Auferstehung dadurch möglich zu machen. (Cf. dar-über den Minökhired in meiner Pärsigrammatik p. 172. Bundebesh cap. XVIII).Der Herr der Thiere unter dem Himmel ist der Hermelin Cf. B, cap. XXIV.
58, 3. ed Westerg. p. 398. in Anquetils Uebersetzung). Der Herr der Vögelist der Vogel Karshipta. (Vergl. Vendidad II. 139. B. cap. XIV. p. 31, 9. ed.W. II. p. 374. Anq.), Für die beiden letzten Arten (in der letzten wollte An-quetil, vom Klange verführt, sonderbarer Weise den ßrabmanen Cangracaerkennen den Zarathustra bekehrt haben soll) wird namhaft gemacht, dassimmer die weissen Thiere als die Herren zu betrachten seien.
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