VI
Vorrede.
rechtfertigte, den ich in der Vorrede zum ersten Bande nurbedingt in Aussicht gestellt hatte, schien mir ein unabweis-bares Bedürfniss und zwar musste derselbe — da es nachdem Plane des einmal begonnenen Werkes nicht möglichwar, ihn mit der Uebersetzung selbst zu vereinigen — innicht zu langer Zeit derselben folgen können. Erst jetztbin ich mit den Vorarbeiten dazu so weit fortgeschritten,dass ich versprechen kann, die Erklärung des Textes werdein nicht zu feiner Zeit der Ausgabe, und der Uebersetzungfolgen.
Die vorliegende Uebersetzung des Vispered und Yagnascbliesst sich also ganz enge an die des Vendidad an. Daserstgenannte Werk erscheint hier zum ersten Male voll-ständig in deutscher Uebersetzung, Kleuker hatte nur Aus-züge davon mitgelheilt. Einleitungen den einzelnen Capi-teln beizufügen, wie dies beim Vendidad geschehen war,schien hier nicht nöthig, die leitenden Gedanken der hierübersetzten Bücher habe ich in der Einleitung zu diesemBande mitgetheilt. In den Anmerkungen habe ich mich na-türlich aller sprachlichen Erörterungen enthalten und dafürden Raum auf die Sacherklärung verwandt und namentlichauch die Leser im Auge gehabt, welche das Avesta be-nutzen wollen, ohne selbst Sprachkenner zu sein. In derUmschreibung der eränischen Wörter sind einige, aberwenig erhebliche Aenderungen eingetreten. Die überflüs-sige Bezeichnung der Vocale e, ad, ae ist weggebliebenund dafür blos e, ao, ae gesetzt, nur in den ersten Bogenfindet sich aus Versehen noch hie und da die frühere Be-zeichnung angewandt, was der Leser um so eher entschul-digen wird, als diese Schreibweisen nicht falsch, sondernnur überflüssig sind. Statt des früheren ch schreibe ichjetzt blos c, statt j’ aber, nach Westergaards Vorgänge, zh.Dagegen habe ich w zu schreiben fortgefahren, weil mir