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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
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An der Festhalle, in welcher der hohe Gast dem von derStadt gespendeten Weine zusprach, prangte die Inschrift:Früher wohnte hier ein Hohenzollernsohn,

Jetzt wohnet hier die Lieb zu HohenzollernS Thron.

Lange betrachtete der Kronprinz von der Höhe herab dieschöne Landschaft und das Stadtbild, meinend, er könne es sichwohl denken, daß hier der große Churfürst gern geweilet habe.Erst, spät gegen Abend trat der hohe Gast seine Heimreise an,begleitet bis zum Bahnhofe von dem Jubel der Bevölkerung.

Eilen wir nun zum Schluffe unseres Werkes.

Alle Schriftsteller, die unser Stadtbild und seine Umgebunggeschaut und geschildert haben, sind sich einig in der gleichenBewunderung.

„Bielefeld ist ein feiner, wohlbewohnter Ort, da schöneLeinwand verfertigt wird", sagt Hübner 1706 in seiner Ge-schichte, und vom Sparenberg bemerkt er, er liege hart anBr lefeld und sei ein hauptsäglich festes Schloß auf einemFelsen.

„Die Stadt Bielefeld liegt", berichtet Culemann, „amFuße der Deutschen Berge in einer Ebene und wegen des Pro-spectes nach denen Bergen sowohl, als wegen des fruchtbarenBodens und der schönen Gärten in einer angenehmen Gegend."

Wenn aber Hamelmann, Otzliiurutiouö oMickornm IVaxst-xbulinö, meint, die Lutter trage zur Annehmlichkeit bei, so be-weist dies eben nur, daß er unfern Rio irsssro von heute nichtgekannt hat.

Der oft angeführte Weddigen sagt über die Lage Biele-felds :

„Die Natur scheint einen Ueberfluß ihrer Reize für diehiesige Gegend verschwendet zu haben; nur ein schiffbarer Flußfehlet, und sie würde eine der reizendsten in Westphalen seyn.Die nahegelegenen, theils mit Tannen, theils mit Buchen, Birkenund Eichen besetzten Berge eröffnen dem Freunde der Natur mitjedem Schritte Aussichten, derer sich vielleicht die Bewohner derAlpen nicht rühmen können.

Dicht am südlichen Theile der Stadt hebt sich der Sparen-berg empor und zeigt die Ruinen einer ulten Fürstenburg, derenklafterdicke Mauern der Ewigkeit zu trotzen scheinen. Am Fußedesselben liegt im Thale, welches die Lutter durchschlängelt, dieVorstadt von Bielefeld, der Gadderbaum, wo jüngst KönigFriedrich und der Erbe seines Thrones mit Vergnügen ver-weilten, und nebst den herrlichen Bleichanstalten das geschäftvolleLeben der Bewohner dieser Vorstadt bemerkten.