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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
Entstehung
Seite
186
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L. Bielefeld als Handelsstadt und seine Entwicklungim 1,9- Jahrhundert.

m neuen Jahrhundert, in das wir nun treten, sollte esVorbehalten sein, aus Bielefeld mit seinen 56000Einwohnern eine Stadt von über 30000 zu entwickeln,wenngleich sein Weltruf als Leinwandindustrieort, wie wir er-fahren haben, sehr weit zurückzuführen ist. Besonders entfaltetesich die Stadt seit den fünfziger Jahren, seit der Anlage derEisenbahn und der mechanischen Spinnereien, welche ihr einebedeutende Arbeiterbevölkerung zuführte; doch sei es uns erlaubt,zunächst die Fundamente seiner heutigen Blüte zu betrachten.

Aus zwei Daten, die uns weit ins Mittelalter zurück-führen, scheint hervorzugehen, daß Bielefeld schon damals inmerkantiler Beziehung nicht unbedeutend gewesen sein kann. InWeddigens .Beschreibung der Grafschaft Ravensberg' wird unsmitgeteilt, daß im Jahre 1270 von 60 Städten ein Schutzbündnis,die Hansa, geschlossen, in welches auch Bielefeld ausgenommenworden sei, wie ein im Archiv zu Unna erhaltenes Register be-weise. Darnach wäre unsere Stadt den: zweiten, das ist demkölnischen Quartiere, zugezählt worden, in welchem Register siemit Lippe (Lippstadt) unter 28 Städten die niedrigste Taxe,10 Thaler, bezahlte. Schon die Angabe der letzteren in Thalernmacht aber die Sache verdächtig, denn die sogenannten Joa-chimsthaler kamen erst gegen 1560 in Gebrauch und bei demAbhängigkeitsverhältnis der Stadt von ihren Grafen läßt sich,wie wir andernorts schon sagten, eine so selbstständige Bewegungwohl kaum denken. Vielleicht haben wir uns unter der Aufnahmein die Hansa eine solche zu denken, wie sie mit vielen kleine-ren Städten des Arnsberger Bezirkes geschah, die zu derHansa in entfernterer Beziehung standen und ihren geringen