3. bey den notorischen Mangel an Handlangern undFuhren zu dem Baue der Bleich-Gebäude und Verebnuug desMeichplatzes denenselben solche von dem Lande, jedoch nichtanders, als daß ein jeder Handlanger niit 4 Sgr. und ein4spanuiger Waagen mit 1 Rthlr. täglich bezahlt würde, gestelletwerden solle, welches alles Hr. H. O. Willmanns mit seinen Con-sorten danknehmigst acceptiret und beschlossen, auch auhero regi-strirt worden.
v. Dacheröden, Havermaun,
Willmanns,
Luder, A. O. Willmanns.
Bei Gelegeilheit der Grundsteinlegung der Zionskirche aufden Bodelschwingschen Anstalten, am 16. Juni 1883, nahm derKronprinz auf dem Schlosse die Begrüßung der Stadtbehördenentgegen, siehe Seite 322. Beim Eintritte in die Burg über-reichten ihm Mädchen einen Blumenstrauß mit dem Gedicht:
Von unsenn guten BielefeldZu Hütern dieser Burg bestellt,
Melden wir, daß in vergangener NachtDie Geister hier viel Wesens gemacht.
Sie pflückten Blumen und banden den StraußUnd riefen und sangen: Heil dem HausUnd Heil dem Gaste, der ziehet ein,
Ihm sollt ihr die schönsten Blumen weihn.
Der Oberbürgermeister Bunuemann bewillkommnete denKronprinzen mit den Worten:
„Ew. Kaiserl. und Köuigl. Hoheit wollen geruhen, dieunterthänigste Huldigung der allzeit getreuen Stadt Bielefeldentgegenzunehmen.
Für diese Beweisung der unerschütterlichen Treue erscheintkein Platz geeigneter als dieser Sparenberg, von wo aus derhohe Ahnherr des brandenburgischen Hauses, der große Chur-fürst, die Grafschaft Ravensberg mit seinen Landen dauernd ver-einigte und durch seine Fürsorge für den heimischen Gewerbe-betrieb den Grund zu dem Wohlstände unserer Stadt legte undwelchen als besonderes Pfand unserer Treue gegen das Königs-haus zu wahren und zu hüten uns jetzt vergönnt ist. DieBürgerschaft jubelt vor Freude, daß Ew. Kaiserl. Hoheit nachlangen Jahren größter Thaten und höchster Ehren in unsereStadt wieder eingekehrt sind, daß es der städt. Vertretung ver-gönnt, persönlich dem heißen Wunsche Ausdruck zu geben: Gottschirme Eure kaiserliche Hoheit."