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„Ich erbiete mich gleichfalß, mein greiß wahrendorfferLeinen von l. April an nach Milse, falß es ohnsträfflicher Weisegemacht wird, zu thun, Erdewin Brune."
Es versprechen dann ein Gleiches Jacob Knoche, I. C.Brnne, David Weber, C. H. Tiemann rc.
Demungeachtet reagierten die Kaufleute fortgesetzt gegendie privilegierte Bleiche, ja es scheint, daß sie alles versuchten,um der Regierung die Sache zu verleiden. Sie benutzten selbstdie Soldatenliebhaberei Friedrich Wilhelm 1. und werde» vor-stellig im entgegengesetzten Sinne aller ihrer sonstigen Eingaben,die sich auf Milse, das sie als eine Zwangsjacke ansehen, beziehn:sie beklagen sich, daß Oberstleutnant von Cannstein den Knechtdes Bleichers Wilms, der von Kosel aber einen solchen desMarkus, der Leinen nach Bielefeld gefahren, zu Soldaten ge-preßt hätten, wodurch die Bleiche zu Milse auf den Aussterbe-etat gesetzt sei. Im Jahre 1705 aber verlangen sie durch den Mundihres Sprechers Willmanns die Steine der Sparrenburg, umMilse aufzubessern, vielleicht denkend, daß die Regierung daraufnicht eingehe, doch wollen wir das Instrument hier folgenlassen.
Actum Bielefeld, den 31. Dez. 1765.
Bei) der Gegenwarth des Herren Cammer-Präsidentenvon Dacheroeden Hochwohlgcb. Gnaden erkundigten sich dieselben,wie weit es mit der Anlegung einer neuen nach holländischerArt eingerichteten Bleiche gediehen wäre. Sie ließen des endesauch den hiesigen Kaufmann A. O. Willmanns vorfordern,um dieses Erklärung einzuziehen, ob er seinem ehemaligen Ver-sprechen, einen Bleichverstündigen aus Lingen herein zu ziehen,wäre nachgekommen. Dieser erklärte darauf: Er hätte sich frei-lich Blühe gegeben, sein Versprechen zu erfüllen, nur weilendieses Jahres Leinewand sehr spät wäre von der Bleiche ge-kommen, so hätte er darin noch nicht renssiren können. Er er-wartete mit der nächsten Post eine nähere Nachricht, und ver-sprach wiederholend, seinem oiissassomont durch Hereinziehungeines holländischen Bleichers und Anlegung einer neuen Bleichenachznkommen. Er wolle jedoch hoffen, daß ihm das nöthigeBauholz und Steine gratis accordirt würden; damit die Sachesacilitirt werde, wären die Milser Bleichen am convenabelsten.
Der Herr Kriegsrnth Lüder als Administrator des GuthesMilse erklärte darauf, daß er eine der besten Bleichen zu Milse,welche mit einem Bleichhauic versehen und bisher von demBleicher Honerhof administriret wäre, dazu offeriren wolle, janoch eine andere Bleiche, so noch nicht gebauet wäre, unter sol-