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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
Entstehung
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scheint es bei der Anlage einer Maner zwischen Stadt nnd Festean der nötigen Vorsicht haben fehlen lassen, denn seine Arbeitenbekamen Nisse. Es entstand nnn zwischen dein Churfürstcn nndder ravensbergischen Regierung ein Briefwechsel, der am Ni.Dezember mit einem Verweise wegen nicht bewiesenen Eifersschloß, welcher Tadel aber durch die Vorlegung der eidlichenVernehmung des Bnrggreven vom Sparenberg, Hermann Voß,seitens der Verwaltung abgelehnt wurde, worauf dann dem Be-richterstatter, Fähnrich von Raesfeld, wegen ungenauen Rapportseine Zurechtweisung zu teil wurde.

Wir erfahren am 2!). Dezember 1018, das; für denMarketender Johann Schuhmacher ein Haus auf dem Sparen-berge errichtet werden soll; dann sepum sich die Erlasse behufsdes Weiterbaues durch 104!) fort und wir lernen in denselbenJobst Steiger als Stückgießer und Johann Brüuger, Ingenieur,kenne». Noch im Jahre 1050 mußte die ravcnsbergische Ne-gierung, die sich zusnmiuensehte ans Heinrich Ledebur zuKönigsbrück, Caspar Vincke zu Kilver und den Räten DoctorThomas Schliepstein und Conrad Lonicerus, 400Thaler zum Ausbau der Burg aufbringen, und es werden nochim April 1051 Briefe über Verbesserungen am sogenanntengroßen Turm gewechselt, die ein geschickter Baumeister, JohannCottmann ans Münster, ausgeführt hatte.

Alle diese Verbesserungen geschahen , weil um diese Zeitein Krieg mit Pfalz-Neuburg, siehe Seite 112, in Aussichtstand, in welchem die Sparrcnburg eine große Nolle spielenmußte. Die Besatzung derselben, sonst meist aus 2—300 Mannbestehend, überstieg jetzt diese Zahl bei weitem. Damals wardie Burg die Nüftstätte zum Kriege. 1801 mußte der Drostevon Ellermit seinen Regimentern sogar znni Rhein marschieren undOtto von Sparr wurde zum Oberbefehlshaber ernannt. Zuletztlegten sich beide Teile, da sie der Haltung des Kaisers nichttrauen mochten, zum Frieden. Der Pfalzgraf räumte die vonihm besetzten brandenburgisch-rheinischeu Länder und die Ver-handlungen begannen aufs Neue*).

Als dein Kurfürsten am 20. Dez. 1072 auf der Sparren-burg ein Sohn (Karl Philipp) geboren worben war, schrieb erau die Negierung zu Blinden: „Unser» gnädigen grns zuvor.

*) Eingehenderes findet man in dein ün hiesigen historischen Vereingehaltenen Vortrag deS DircctvrS Dr. Nitzsch, ,dcr gr. Churfürst und derJiilich-Elevischc Erbfolgckrieg'. Professor Nitzsch, seit einer Reihe von JahrenLeiter des Gymnasiums und der Realschule, ist der Nachfolger von Schmidtund Herbst.