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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
Entstehung
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denen Freiheit gesehnt haben, die ihm freilich, da bald Friedegeschloffen wurde, schneller zu teil wurde, als er ahnte.

Auch in den gegen 1292 stattfindenden Kämpfen gegenden Stromberger Burggrafen Heinrich, die mit dessen Gefangen-nahme endigen, wird die Burg ein Waffenplatz gewesen sein,mehr noch freilich in dem gegen Ende des Jahrhunderts ent-brennenden Streit gegen den Grafen Simon zur Lippe, dessenSchloß Enger erstürmt wurde, siehe Seite 28.

Bei der 1372 entbrannten Fehde zwischen dem HerzogWilhelm, und dem Edlen Simon zu Lippe, fielen den Navens-bergern viele Vasallen des letzteren in die Hände, die so langegefangen gehalten wurden, bis sie Urfehde geschworen hatten;die Sparrenburg aber wird auch in diesem Kampfe der Mittel-punkt der Unternehmungen gewesen sein, ebenso wie in demfolgenden, der zwischen dem Herzog Adolf um 1396 gegen dieSchaumburger sich erhob, wobei das Schloß Sternberg in dieHände des elfteren fiel.

Wir wissen nicht, wer um 1404 Droste auf der Burg

war, doch scheint dieser und der Magistrat von Bielefeld aus-

getriebene Patrizier der Stadt Minden geschützt zu haben, denSmarte und Genossen gegen die Albrands.

Jenem war die Mitgift, als seine Frau, eineTochter des letzeren, starb, entzogen worden und hierdurch einStreit entbrannt, in welchem die Frauen der Vertriebenen, trotz-dem sie Zuflucht auf der Domfreiheit zu Minden genommenhatten, von den Mindensern unter Hohn aus der Stadt gejagtwurden. Die Männer der Weiber aber rächten sich, indem sieden Bürgern auflauerten und deren einen, Heinrich Scheremann,weil er bei der Austreibung thätig gewesen, auf der Schilde-

scher Haide erhängten. Die Smartes führten übrigens ihre

Gefangenen nach Bielefeld und der Sparreubnrg, woraus ebenzu ersehen ist, daß man hier Partei für sie nahm. Erst nachJahren wurde ein Friede vermittelt.

Seit 1350 finden wir die Herzog-Grafen oft auf derBurg, so Gerhard 1359. Unter dem Herzoge Wilhelm scheintder Droste Lippold von Kerssenbroich eine Hauptrolle gespieltzu haben.

Ein solcher Drost war in allen Sachen der Stellvertreterder Herzöge. So gelobte ein Vinke 1360 dem Kerssenbroich,sich nicht auf eigene Hand Recht zu verschaffen in einer Ur-kunde, die anhebt: „Ich Werneke Vinke, eine Knape, do kund-lich allen Luden, de dessen Bref zeel ofte höret lezen, dat ich