325 ^
habbe gelovet un love an guden Truven und in Edesstadi Lip-polde von Kersenbrocke rc."
Unter Wilhelm kam auch Karl IV. nach Bielefeld, gewißauf dem Schlosse sein Quartier nehmend. Unser Ort mußdamals ein Bild regen Treibens gezeigt haben, wenn wiranders von dem Einzuge des Kaisers in Dortmund auf unsereStadt schließen dürfe», ein Einzug den wir folgendermaßengeschildert fanden: „Die alte freie Stadt des Reiches bot allesauf, nm ibn würdig zu begrüßen und zu beherbergen. Ander Grenz? des Stadtgebietes empfing ihn der Magistrat mitden Reitern und Arnibrustschützen der Stadt; an einem weißenStabe wurden die Schlüssel der Thore vorgetragen und demKaiser überreicht. Als Karl unter Glockenklang, unter Zinken-,Kesseltrommeln-, Geigen- und Pfeifenspiel in die Stadt einritt,führten die zwei Bürgermeister in voller Rüstung sein Roß amZügel; vier Ratsherren hielten den Thronhimmel über ihm.Voran ritt der Kurfürst von Sachsen, als Reichsmarschall mitdem Schwerte; im langen Zuge wurde der silberne Schrein mitden Gebeinen des Schutzpatrons der Stadt, des heiligen Reinold,getragen, umringt von Schülern mit grünen Kränzen. Auf derHauptstraße, „die rein gefegt war", wie es in der Chronikheißt, standen rechts die Männer, links die Frauen Dortmundsin ihren besten Kleidern bis zur Reinoldikirche hin. Der Kaiserkehrte im Hofe des Patriciers Johann von Wickede ein, demer das Recht verlieh, fortan der kaiserlichen Majestät den Steig-bügel zu halten. Darum erhielt der Hof den Namen „Steg-repshof", und eine an demselben angebrachte Inschrift erinnertenoch lange an den hochfürstlichen Besuch. Der Reichsmarschallaber hatte beim Einzug das Stadtthor nicht hoch und breit,die Straßen nicht weit genug befunden, um seine Lanze querhindurch zu führen, und nur gegen eine Geldsumme hielt erden Befehl zurück, alles niederzureißen, was im Wege stände. Denndieses sei, so behauptete er, sein Heeresrecht." Wenn nun aber derAufzug zum Sparenberge durch die Burgstraße stattfand, so wird demReichsmarschall gegenüber Bielefeld schlecht weggekommen sein.
Wir finden unfern Herzog 1381, 82 und 1386 auf derBurg. Um 1416 werde eine Anzahl streitsüchtiger Junker, soHeinr. Ledebur und die beiden von dein Busches, gefangen ge-nommen und so lange in die Verließe der Sparrenburg gesetzt,bis sie sich entschlossen, Urfehde zu schwören.
Nach Lippold von Kerssenbroich wird um 1428 ein Her-mann von Elssen Droste, dem Lambert von Bemessen und Lü-