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diese Einwohnerschaft aber bestünde aus wehrhaften und be-güterten Bauern, die sich zur Gegenwehr, wenn die Sparen-burg befestigt würde, leicht erregen ließe; nicht minder sei diesder Fall bei den auf 32 Sitzen des Landes wohnenden Adeligen.
Im Jahre darauf berichtete Greve, daß es ziemlich ruhigim Lande sei, nur ein Graf Heinrich von Berg mit 100 span.Reitern an Bielefeld vorübergezogen wäre, der mn freien Durch-zug mit dem niederl- Kommandanten du Viri unterhandelthätte. Der Graf fei dann nach Schildesche, Hiddenhausen, woer sich Bustede besah, und Nehme gerückt.
Es deutet unser Berichterstatter an, daß auf das Ge-rücht, die Feinde kämen, alle ihr bestes geflüchtet hätten. DieSpanier kämen von Süden und bedrohten das Land, man seiauch au die westliche Grenze gezogen, auf die Nachricht hin,daß diese gefährdet werde.
Bei dem Antritt der brandeuburgischeu Herrschaft warein Ausländer namens von Quadt Droste auf dem Sparenberge.Gegen ihn sprach sich der Landtag in Jöllenbeck in der schärf-sten Weise aus.
„Fort mit dem Fremden!" hieß es von allen Seiten. Einvon Oye, freilich auch ein Ausländer, wurde sein Nachfolger,derselbe, dessen Denkmal die Neustädter Kirche ziert, worunterim Latein, doch hier in deutscher Uebersetzung zu lesen ist:„Dem hochherzigen und edlen Alaune von Oye, welcher vonJugend au mit Frömmigkeit und Gelehrsamkeit erfüllt war,viele Länder durchzog, der sich durch feine Kenntnis der Sittenund Sprachen auszeichnete, fürstlicher Männer Gefallen erwarbund deren Aemter löblich verwaltete, der durch die Gunst derHerrn von Jülich, Kleve und Berg des Sparenberger GebietesSatrap geworden und verschied, nachdem er mit der Herrin vonLoh, seiner geliebten Gemahlin, glücklich gelebt hatte."
Otto von Oye starb am 9. Februar 1621.
Ein Wilhelm von Ledebur, der nltbesitzendcn, mit der Ge-schichte der Grafschaft eng verwachsenen Familie zu Mühlen-burg angehörig, bewarb sich, unterstützt von der Ritterschaftund dem Grafen Simon zu Lippe, um die Stelle, doch erhielter dieselbe nicht, denn Georg Wilhelm hatte diese seinem Lehr-meister Johann von der Borch bereits versprochen, der dannauch, als inan die Klagen der Landschaft, man nehme nurAusländer, mit dem Versprechen, es werde sich der Ernannteein Rittergut in der Grafschaft kaufen, gestillt, sein schweresAmt antrat.