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Die wenigen Jahre, welche er auf dem Sparenberge zu-brachte, sollten für ihn solche der Qual werden. Er wurde nichtmüde, seinen Herrn um Geld anzugehen, stets darauf hin-weisend, daß das Land zu ausgesogen sei, um dieses zur Auf-besserung der Burg aufbringen zu können, deren AusführungMoritz von Oranien dem Churfürsten, seinem Verbündeten,dringend anempfohlen hatte.
Die Ritterschaft, welche durch Bewilligung von 7000Thalern den Wünschen des Landesfürsten bereits entgegen ge-kommen war, unterstützte den Drosten in seiner Darlegung undmeinte ebenfalls, es könnten dem armen Bauern die noch ver-langten 5000 nicht zugemutet werden, da er durch Mißwachsund Viehsterben herunter gekommen sei.
Der Churfürst aber beharrte unter dem 11. November1622 aus seiner Forderung, indem er an den Patriotismus derRavensberger appellierte und in einem kurz darauf eintreffendenzweiten Schreiben die Notwendigkeit der Aufbesserung betonte,
Durch die Briefe geht ein gewisser bitterer Zug gegendie Generalstaaten, welche ihrem Versprechen nicht nachkamen.Der Kanzler Schwarzenberg meint, die Konstabler der Burg,deren Namen uns in einem Heinrich Poyst, Hermann Hengst-mann und Martin Fleming erhalten sind, müßten eigentlichvon den Niederländern, deren Kommandant der Viri war,unterhalten werden. Der letztere wünschte die Errichtung einesHalbmondes zum besseren Schutze, ließ sich auch bereits Holzdazu anweisen und dieses verwenden, als ein geharnischtesSchreiben einlief, die Herren Generalstaaten möchten diesesauf ihre eigenen Kosten thun, und es sollte das Holz taxiertund von den 5000 Thalern Contributionsgeldern, die obenerwähnt sind, abgehalten werden; auch wurde der RentmeisterPottgießer angewiesen, weder Proviant noch Munition zu ver-abfolgen.
Durch diese Verhältnisse geriet von der Borch in eineböse Lage und dem Neuburger Drosten, Lubbert von Wendt,mochte es wohl gelungen sein, den Kommandanten zu sichherüber zu ziehen. Ob dieser aber als Verräter zu betrachtenist, wie der brandenburgische Rentmeister ihn hinstellt, bleibtdoch fraglich. Sicher ist, daß plötzlich ein Graf Johannvon Rietberg Stadt und Burg im Namen des Königs vonSpanien für Pfalz-Neuburg einnimmt und von der Borch so-gar eine Zeit lang gefangen setzen läßt. Der Rentmeister Pott-gießer aber schrieb 1623 den charakteristischen Brief an seinenHerrn:
Fricke, Chronik.
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