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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
Entstehung
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gefügt sein sollte. Noch Lameys 6oä. äipl. XXXI. beginnt dieUrkunde: Elnmtiim ässaim, Usin8ninäi8 sn8toäi88n totimgnsvouv6irtn8 äonn'imrmn in KsiläWgs. Unter den Zeugen desKlosters finden wir einen 8i^Iriän8 von Oernintorp (Jerrendorf),XrnoIän8 äs 01äsii86ilä6, IÄss6lbertn8 äs Xnliim, Rllstmu-rv8 äs Unis (Halemeier), nnni8tsilal68 oo<:ls8io, außer denZeugen des Grafen aber Unterzeichneten: U,uII>srtu8, Imäoltlm,Hiläsl»ra.r>äu8, Bürger in Lilsvsiä.

In diesen letztgenannten Namen haben wir also die äl-testen unserer Stadt zu betrachten.

Im Jahre 1234 sehen wir unfern Grafen auf einemKreuzzuge gegen die tapfern Stedinger an der Weser, der anseiner geringfügigen Veranlassung entstand. Ein Priester hattenämlich einer Bauernfrau den Opferpfennig, den er für zu ge-ring hielt, statt der Hostie auf die Zunge gelegt, der Mann derErschrockenen aber den Geistlichen erschlagen.

„Diesen Priestermörder," so erzählt Johannes Hübner,„sollten die Stedinger dem Erzbischöfe zn Bremen überliefernund wie sie das nicht thun wollten, so wurden sie in die Achterklärt, worauf sie alsobald dem Erzbischöfe allen Gehorsam nuf-kündigten und sich in gute Verfassung setzten. Wie es nun nimo1230 und 1233 zu kleinen Schlachten kaue, so trugen die Ste-dinger allemal den Sieg davon.

Nun erregte Bischof Gerhard II. Himmel und Hölle wi-der die guten Leute. Man gab vor, sie wären vom Christentumabgefallen, sie hättenUe Priester, ohne Unterschied, todtgeschla-gen, sie pflegten den Teufel um Rat zu fragen, sie hätten ab-göttische Bilder von Wachs, sie trieben Hexereien und märenmit einem Worte ärger, als die Heiden, die man billig in derChristenheit nicht dulden könnte.

Dieses wurde nun dem Papste Gregor IX. mit wahr-scheinlichen Umständen vorgetrageu, als wenn es in der Bibelstände; worauf es anno 1234 so weit kam, daß gedachter Papstöffentlich das Kreuz wider diese abscheulichen Leute predigen ließ,wozu auch Kaiser Friedrich II. mit der Achtserklürung kam.

Hierauf trat der Erzbischof zu Bremen mit den Grafenvon Holland, Oldenburg, Lippe, Cleve und Vraband, (den Bi-schöfen von Münster, Osnabrück, Minden, dem Grafen von Ra-vensberg rc.) in ein Bündnis und diese gingen 1234 mit einerArmee von 40000 Mann auf die Stedinger los, welche alle zu-sammen nicht inehr als 11000 Manu ausmachten. Bei demDorfe Oldeuesche kam es endlich zu einer blutigen Schlacht, inwelcher die Stedinger au 4000 Mann zu Boden schlugen. Sie