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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
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entschlagend, begeben hatte, um als Mönch die letzten Tage sei-nes Lebens in Ruhe hinzubringen."

Sehr wahrscheinlich ist es aber, daß das von Schaten undanderen erzählte Ereignis im Zusammenhänge steht mit einemVergleiche, den die Nachfolger des Grafen Hermann, Otto undLudwig, mit Herford abschlossen, worin erklärt wurde, daß dieBürger von Bielefeld geschworen hätten, die Zerstörung ihrerStadt nicht zu rächen, noch auch ohne Erlaubnis der Aebtissinderen Eigenhörige in die Stadt aufznnehmen.

6^vss clo tlplsvold Mubunt guocl clsimwim milla i»-gmototiovo vol im'nistsrialos vol elvss ilörvordcmses »uzier<lampm8 gn« in dostructioil« omiidi aeos^ornnt heißt es inder Urkunde, in welcher zugleich der Aebtissin versprochen wurde,,daß ihr gehörige Wein- und Warenzüge in Bielefeld nicht ver-zollt zu werden brauchten. Aus dem Vertrage scheint nun her-vorzugehen, daß damals unserer Stadt nicht von Seiten Mün-sters, sondern von Herford Schaden geschah und zwar, weildas eben aufblühende Bielefeld in der Aufnahme von Hörigennicht eben vorsichtig gewesen war. Zugleich aber deutet dieStrafe an, daß der neue Ort sich noch nicht erstarkt genugzeigte, um den Herfordern widerstehen zu können.

Gras Hermann scheint ani Anfang der zwanziger Jahregestorben zu sein und seine beiden Söhne folgten ihm.

Ludwig I. 1220—1245 und Otto II. 1220-1249.

Gleich im Anfang der gemeinsamen Regierung beider Gra-fen wird Bielefelds gedacht und zwar in Hinsicht der dort er-hobenen Zölle, besonders auf Weine, wie wir oben gesehenhaben, welches als ein Zeichen anzujehen ist, daß durch dieSchlucht bei dieser Stadt eine Heerstraße- nach dem Rheine ge-führt haben muß. Kaiser Heinrich VII. belehnte nämlich zuHerford, auf einer Durchreise nach der Elbe begriffen, am 20.September 1224 die Gemahlin des Grafen Otto, Sophie, imNamen ihres Gatten mit dem Zolle und der Münze zu Biele-feld. Jedenfalls geschah dies in Abwesenheit des Grafen, viel-leicht auch, um in dieser Form dem Mitregenten Ludwig jedenProtest abzuschneiden.

Doch lesen wir bald, daß zwischen den beiden Grafen derStreit ausbrach. In Herford kam es dann mit 26. April 1226unter Vermittlung des Bischofs Wilbrand von Paderborn unddes Edlen Hermann von der Lippe zu einem Vergleiche, nach