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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
Entstehung
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der Befreiung noch bei den Söhnen eine gernume Zeit fort,bis sie unter Vermittlung des Erzbischofs Adolf von Köln 1231durch einen erneuten Vertrag ihr Ende fand.

Weniger begründet ist aber der Krieg, der zwischen deinGrafeil und dein Bischöfe Hermann von Münster ausgebrochensein soll und zwar veranlaßt durch die Kaiserzwiespalt zwischenPhilipp von Schwaben und deni Sohne Heinrich des Löwen,Otto IV. Es würde dieser Streit, da cs der Ravensbergermit Philipp hielt, einen Beweis liefern, wie wenig die alteFeindschaft gegen die Welfen bei unserm Grafen gewichen war.In diesem Kriege soll die Stadt Bielefeld*), wie Kock, gestütztauf Arnold von Bevergern und Tpmpius, erzählt, von deni Bi-schöfe belagert und erobert worden sein, was doch nur voneinein befestigten Orte gesagt werden kann. Trotzdem nun auchSchoten in seinenBniial. Uaclerboim. berichtet, der Sieger habe,zur Erinnerung an diese That, der Stadt aber zur Schmach,allen Eichen der Umgebung die Kronen abschlagen lassen — soscheint dieses Ereignis doch zu wenig begründet zu sein, um ihmunbedingten Glauben beimessen zu können.

„Als ich," berichtet ein zur Mühlen, „1727 die Schule zuBielefeld freguentierte, habe ich viel iiber diese Begebenheit redenhören; besonders deucht mir, daß man nicht weit vom Jostbergebei dein daselbst gelegenen Hofe dergleichen geköpfte Eichen nochvorzeigen wollte, wenigstens standen daselbst eine Anzahl sehralter Bäume, die nach solcher Tradition hätten über 400 Jahrealt sein müssen." Trotz dieser Bemerkung, die wir in einem.Cnlemann' fanden, läßt sich die Begebenheit nicht vertreten.

„Zn dem", so sagt Ledebur, „steht das erwähnte Jahrmit dem, was anderweitig von deni Bischöfe bekannt ist, nichtrecht im Einklang; denn wir besitzen aus diesem zwar mehrere,aber nur im Sinne frommen Abschließens mit dein Leben nb-gefaßte, im entferntesten nicht einen kriegerischen Geist atmendeUrkunden. Am 3. Juni erfolgte sein Tod in dem hauptsächlichvon ihm gestifteten unfern Bielefeld gelegenen Kloster Marien-feld, wohin er sich einige Zeit vorher, aller Staatsgeschäfte sich

*) Kurz vorher, wahrscheinlich im Jahre 1213 wird in einem üiplonm-Nirio illarianlalllmma der Name liilonalliö, aber ohne weitere Bemerkung,angeführt und cs dürste nicht uninteressant sein, zum Vergleiche die benach-barten Orte der Stadt ihrem Namcnsaltcr nach anzugeben. Jöllenbeck undBrönninghausen bei Heepen werden 993 als dem Kloster Wedigenstein ge-hörig bezeichnet; Rehme (Itinii) scheint schon 753 unter Pipin namhaft ge-macht zu sein; Minden (Mindn, Minthum) wird bereits 798 aufgcführt, dasStift zu Herford 839, Bünde (Buginithi) 863, VerSmold (Fcrsmel) 1096.