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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
Entstehung
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Flarsheiin betrifft, lernen wir seine Familie kennen. Seine Ge-mahlin hieß Uda und sein Sohn und Nachfolger Hermann.

Als eine besonders That sei schließlich noch angeführt,daß er 1149 teil an dem Kriegszuge norddeutscher Dynastengegen die Friesen genommen zu haben scheint, auf welchem, wiedie Chronisten erzählen, eine große Menge dieses Volkes er-schlagen wurde.

Hermann III. 1170—1220.

Unter diesem Grafen brauseten die Kämpfe der Welfenund Gibellinen durch das Land, jene Kämpfe, die man auchals letzten Versuch seitens der Sachsen, der kaiserlichen die her-zogliche entgegen zu stellen, betrachten kann, wenngleich die eigent-liche Veranlassung in dem feindseligen Verhältnisse des mäch-tigen Waisenhauses gegen die Hohenstaufen zu suchen ist. DerKaiser Lothar hatte dem Vater Heinrich des Löwen, der schonBaicrn besaß, auch noch Sachsen verliehen und dadurch denWelfen eine Hausmacht verschafft, gegen welche die eines Fried-rich Barbarossa zurücktreten mußte. So kam es, daß der Löwe,pochend auf seine glänzende Stellung, seinen ehemaligen Freund,den Kaiser, in Italien 1175 im Stiche ließ, infolgedessen dieserdie Schlacht bei Legnano verlieren mußte, aber nach derselben,zornerfüllt, die Besitzung Heinrichs unter dessen Gegner ver-teilte. Die Herrschaften in Westfalen wurden dem ErzbischöfePhilipp von Köln zugewiesen, der dann das Banner des Kaiserserhob und seine Verbündeten gegen die Welfen führte. Im Haler-felde im Tecklenburgischen sollen die Heere am 1. August 1180zusammengetroffen sein. Die Welfen siegten und nahmen Simonvon Tecklenburg gefangen, welcher nicht eher die Freiheit er-hielt, bis er die kaiserliche Fahne zu verlassen sich anheischigmachte.

Graf Hermann, ein Anhänger der Hohenstaufen, hattebesonders dem benachbarten Edlen Bernhard von der Lippe ge-genüber einen schweren Stand, denn dieser war ein streitbarerHerr und die rechte Hand des geächteten Herzogs. Wir wissennur wenig über die Kämpfe, welche zwischen beiden Nachbarnstattfanden, doch deuten die sagenhaften Erzählungen über dieEntstehung der Sparrenburg an, daß sie heftig gewesen seinmüssen und Bielefeld, falls der Ort schon damals existierte,von ihnen stark berührt morden sein kann.

Gobelinus Persona*) berichtet uns in seinem Cosmvdromi-niuitz daß Bernhard einen Löwenberg besetzt und befestigt, ohne

*) Jur Anfänge des 15. Jahrh. Dechant an der Ncustädtor Kirche.