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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
Entstehung
Seite
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nabrück geschenkt habe. Auf die Worte Harmonium <mm napotasno IMsrlnuclo 6a1vo sich beziehend, sagt Möser, „es befindetsich noch im Hochstiste ein Hof, die Katvelage genannt, welchervon Ravensberg zu Lehn geht." Diese Urkunde läßt allerdingsdie Annahme zu, daß die Calverlager in dem Wessagau festenFuß gefaßt haben mußten, ehe sie die volle Erbschaft der obengenannten Grafen antraten, doch hebt sie die Möglichkeit ihrerAbstammung aus dem Nechteschen nicht auf.

Hermann II. 1115—1141.

Auch von diesem Grafen ist wenig zu berichten. Verwandtmit Lothar 11. durch Ethelinde, stand er diesem gegen HeinrichV. bei. Tapfer stritt er mit in der Schlacht am Welfesholze,1115, die Heinrich verlor; kühn beschuldigte er um Weihnach-ten 1128 auf dem Reichstage zu Worms den Herzog von Gel-dern der Untreue gegen den Kaiser. Seiner wird als Zeuge ineiner Urkunde des Klosters St. Pataleon in Köln 1129, fernerin solcher des Klosters Clarholz 1134 und in einer drittendes Kaisers Lothar, die Privilegien der villa ragia lUüUuirnübetreffend, gedacht.

Seine Gemahlin wird leider nirgend benannt, doch scheinter drei Kinder, Otto, Heinrich und Hedwig gehabt zu haben,welche letztere einen Grafen Gerhard von Dale heiratete.

Otto I. und Heinrich, 1141—1170.

Die beiden vorstehenden Grafen sind es, welche ihren Na-men Calverlage mit dem von Ravensberg vertauschten. Unterihnen tritt Otto 1. öfter hervor. Wir begegnen ihm in einerReihe von Urkunden, zumeist als Zeugen. So am 25. Dezem-ber 1141 betreffend das Kloster Flcchtrop, 1142 in Sachen desKlosters Driburg, 1144 belagerte er mit dem Bischöfe Philippvon Osnabrück erfolgreich das Schloß Holte bei Melle undstiftete das Kloster Flarsheim; wir finden ihn 1145 beim Kai-ser Konrad III. zu Aachen; 1158 zu Goslar beim Barbarossaund ferner in Gesellschaft seines Bruders Heinrich zu Kaisers-wert, ebenfalls 1158; im Jahre 1152 ist er bei Heinrich demLöwen, dann bei demselben, als er in Minden seine Hochzeit mit derenglischen Königstochter feiert und dem Bistums den Hof Lothe,das ist Lahde, schenkte, zugleich aber auch einen Arm des hl.Gorgonius. Ans der Urkunde, welche die Gründung des Klosters