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zu einer solchen Reise verleiten, Sie nicht dazu einladen. — Ichwill Sie bloS wissen lassen, daß, falls Sie im Laufe dieses Som-mers nach Berlin kommen, Sie ein für einen anspruchlosen Stu-denten paßliches Absteige-Quartier und herzliche Aufnahme bet mir(große Friedrichsstraße Nr. 235) erwartet. (Im Monat Oktoberwird vermuthlich mein Haus wieder auf eine Zeit überfüllt.)
Oolle-oi n'etsnr L ä'autrss lins.
Ihr alter Freund
Adelbert von Chamisso.
16.
An denselben.
Berlin den 28. Mai L638.
Lieber Freiligrath!
Ob Sie gleich meine letzten Briefe unbeantwortet gelassen haben,ist doch kein Zweifel in mir aufgekommen, Sie könnten sie mißdeu-tet und die Freundschaft verkannt haben, die sie mir eingegeben,hatte. — Auch verbürgen mir Ihre Freunde, daß Ihre Gesinnunggegen mich sich nicht verändert hat. Ich gebe Ihnen heute einenneuen Beweis meines Zutrauens, indem ich Ihre Freundschaft inAnspruch nehme.
Schenken Sie mir eine Nacht, und zwar ungesäumt, beutelnSie Ihr Pult aus, schreiben Sie, was Sie von Gedichten haben,die Sie für den Druck bestimmen, ab — Fragmente Ihres größernGedichts („Dem Haß entfloh ich, aber auch der Liebe" — „SeinTomahawk ist würdig eurer Sperre" — sind Verse, die man aus-wendig behält, wenn man sie einmal gehört hat) — alles, was Siekönnen, alles, was Sie haben, und schicken Sie es mir umgehendfür den' deutschen Musenalmanach. — Kein Brief braucht dabei zuliegen, — allenfalls die Bemerkung, ob Sie hoffen, noch nachträg-lich bald einiges hinzufügen zu können. — lieber Produktivität läßtsich nicht gebieten, das weiß ich.
Durch den Rücktritt von Rückert, durch die Saumseligkeit meh-