III.
Aus Cbamisso's Korrespondenz mit Dichtern.
1 .
An Gustav Schwab in Stuttgart.
Berlin den 24. Januar 2832.
Lasten Sie mich zuerst Ihnen die Hand aufs herzlichste drückenund mir Glück wünschen zu einer Vereinigung, die mich so sehrehrt als freut. — Ich beziehe mich auf beiliegende Stanzen, die icheinleitend dem Almanach vorgesetzt zu sehen wünsche und die denSinn aussprechen, in dem ich dem ungewohnten Geschäfte mich zuunterziehen gedenke. — Ich glaube, wir müssen alle aus Lust undnicht um Vortheil ein uns allen liebgewordenes Institut empor zuhalten suchen, und so meinen es selbst die Verleger. — Es ist zuwünschen, daß nur die Besseren sich anschließen und mit der Autori-tät ihres Namens und Beispiels zählen.
Es scheint mir, daß Alle im allgemeinen aufzufordern sind,wobei der Redaktion das Recht zu prüfen und zu verwerfen Vorbe-halten bleibt. Hier ist es bequem zwei zu sein, daß einer den an-dern immer Vorschüßen könne. Ich werde in Norddeutschland sam-meln, Sie werden es in Süddeutschland thun, und was sonst ein-kommt wird die Buchhandlung zwischen uns vertheilen. Wir werdennach Ihrem Vorschlag uns wechselseitig berathen und verständigen.