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Briefe an Adelbert von Chamisso.
Von August Neandcr^).
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Ich danke Dir, daß Du zuerst auch durch das Wort die Brü-derschaft mir ausgesprochen hast, die schon durch sich selbst alle, sogleiches Sinnes das Gute und Schöne lieben, ewig vereint, wennauch Ort und Umstände sie scheinbar trennen, und die auch für dieZeit enge die verknüpft, welche zu Einem Ziele durch Ein Symbolsich verbündeten. Herrlich ist alles, was die verschiedenen Jndivi-
*> „N-ander's Briefe sind herrlich" — schreibt Chamisso einmal ande la Fohe. Von demselben berichtet Wilhelm Ncumann in einem Briefe ausHamburg vom 1l. Februar 1306:
„Wir (nämlich Neumann und Varnhagen) haben unter unfern Mitstudi-renden einen trefflichen Jüngling kennen gelernt, der Vereinigung zum Nordstern(r. r. rr. «.) ganz würdig. Platon ist sein Idol und sein immerwährendesFeldgeschrci; er sitzt Tag und Nacht über ihm und es mag wenige geben, dieihn so ganz und so in aller Heiligkeit in sich aufnchmcn. Es ist wunderbar,wie er dies alles so ganz ohne fremden Einflusi geworden ist, blos durch Be-trachtung seiner selbst und redliches, reines Stgdinm. Ohne von der romanti-schen Poesie viel zu kennen, hat erste sich selbst konstruirt, und die Keime dazu imPlaton aufgcfunden. Auf die Welt um sich herum hat er mit tiefer Verach-tung blicken gelernt." Chamisso hatte darauf an Neandcr von Holzmündenaus geschrieben, NeandcrS Brief ist die Antwort.
Neandcr war, als er diese Briefe schrieb, eben l7 Jahre alt geworden, daer am 16. Januar 178g geboren wurde.
VI.
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