Briefe von Chamissv an Hitzig während derReise um die Welt.
1815 - 1818 .
Hamburg, Donnerstag den 20. Juli 1818 'X auf 11.26ir fuhren ab, ich legte mich alsbald auf das Gesichterschneidenund alle meine Sorgen und Gedanken drehten sich um meinen — —„Dn kennst wohl selbst das schrecklich bös einsylbige Wort." Wiewir von der Chaussee herunter kamen, schlief ich ein. Wir waren,als ich erwachte, bei Tegel, wo gekneipt ward, das Wetter warschön und einladend, ich ging in die Heide botanisiren, und seitdembald eingewohnt in der langsamen Tortur-Maschine, die Gegenwart,die Zukunft lebhafter suhlend und die Erinnerungen hinter mir wieliebliche Freunde hegend, Hab' ich dieses getreu beobachtet, entwederzu schlafen oder zu botanisiren und überhaupt zu thun, als war' ichder Gelehrte auf der wissenschaftlichen Reise. Hier in der nord-deutschen Steppe träumte ich mich mit Lichtenstein in die Karroo,und der Wagen, dem ich vor- und nachlief, war mir die Karavane,der ich angchörte. Die Gesellschaft unbedeutend. Rohe lärmendeSchüler in Ferien, ein theilnehmender sächsischer Kaufmann von derkleinen Race, eine unausstehliche dickliche Madame, vornehme Bier-schenkerin im schwarzen Adler Charlottenstraße, welche uns mit demsechs Dreier Schicksale ihrer Sippschaft viel auszusteheu gab. InFehrbellin ein freundlicher Abschiedsgruß von Fouque schriftlich,
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