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Dann lassen Sie mich Ihnen das Geheimniß der Terzinenformverrathen, das auch ein andrer hochbegabter Dichter (Lenau) nichterrathcn zu haben scheint. Nehmen Sie Dante oder auch Streckfußzur Hand, und bemerken Sie, daß in der Regel mit jeder Terzineder Sinn abgeschlossen ist und nur ausnahmsweise ein Uebergreifenstattfindet. —
Noch eins: ich bin ein schlechter und träger Briefsteller undschreibe in der Regel keine, als solche, wodurch handelnd eingegriffenwerden kann und muß. — Rechnen Sie im eintretenden Falle aufdie Gesinnung, und haben Sie Nachsicht mit der Schwäche.
Ihr letztes Gedicht hat mich wahrhaft ergriffen und bewegt,genehmigen Sie meinen herzlichen Dank dafür.
Adelbert von Chamisso.
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An denselben.
Berlin den 21. Dezember 1836.
Lieber Freiligrath!
Bedrängt von Arbeiten, krank und umringt von Kranken, eileich Ihnen zu antworten, sei es auch nur wenige Worte, um Ihnennur geantwortet und die Hand gedrückt zu haben.
Ich nehme mit herzigem Dank die Zueignung Ihrer Gedichtean, sage Ihnen, daß ich mich freue, ein Freundschaftspfand vonIhnen zu erhalten, und werde anderen sagen, daß ich stolz darauf bin.
Ihr Gedicht auf Grabbe hat Sie mir als Mensch noch liebergemacht, dasselbe, Ihr Reiter und Manches, was Sie seither gedichtet,hat Sie wiederholt als Dichter beurkundet.
Werden Sie nicht eitel, liebenöwerther Mann, und lassen Sieuns stolz auf Sie sein.
Es freut mich, daß Ihre Gedichte und zwar bei Cotta erscheinen.So sollte es sein, so werden Sie würdig in die Welt eingeführt,— so bin ich einer Befürchtung los.
Bei einer ersten Ausgabe, der hoffentlich bald andere folgen