Druckschrift 
6 (1864)
Entstehung
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Verdienstes genug besäße (was zu beurtheilen unseres Amtes ist) umAufnahme zu verdienen.

Meine größte Sorge ist: wie fängt man es an, sich nach derDecke zu strecken, das ungefähre Maß auszufüllen und nicht zuüberschreiten? Ich bin darauf gefaßt, das Beste nachträglich undunerwartet während des Druckes einlaufen zu sehen. Ich denke manbeginnt frisch, schickt die voran, die unbedingt ausgenommen sindund behält für zuletzt solche der Masse nach elastische Dichter, vondenen man nach Umständen mehr oder weniger aufnehmen kann, be-zeichnend, was im Nothfall aufzunehmen oder auszulassen die väter-lich sorgenden Verleger beauftragt würden. Es bleibt mirnur Ihnen die Hand zu drücken, was ich aufs herzlichste thue,freudig stolz mich als Ihr Mitarbeiter zu nennen

ganz den IhrigenAdelbert von Chamisso.

3 .

An denselben.

Berlin, den 14. Mai 1833.

Sehr theurer Freund!

Ich mache mir eine Freude daraus, einen liebenswcrthen Lands-mann bei Ihnen einzusühren, X. Marmier, Dichter in seiner Sprache,durch Einfachheit und Flitterlosigkeit der Rede, wie durch die Wahr-heit und Innigkeit der kleinen Bilder, die er entwirft, ausgezeichnet,Mitarbeiter der üsvns germanigus u. a., geschätzter Literator, undein Kenner der deutschen Literatur, ob er gleich noch nur mangelhaftunsere Sprache spricht. Ich rechne zu den Zeichen der Zeit, vonder Bcranger sagt: In presse abat les mnrs äs 1a patris, die Fran-zosen selbst zu sehen ihre große Mauer übersteigen, um sich drübenin Sprache, Sitte, Kunst und Wissenschaft umzuschauen, und mitdem Europäischen sich zu verschmelzen. Die Emigration, die Feld-züge Napoleons, die späteren Proskriptionen haben keine solche Ver-