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Eine Einteilung nach Nationen sagt mir nicht zu und scheintmir übrigens nicht praktisch. Das Manuskript läßt sich zu keinerZeit abschließen, das Beste kommt erst ein nach angefangenem Drucke.Unser Geschäft scheint mir auf die Auswahl sich zu beschränken, dasOrdnen wird immer mehr oder weniger dem Zufall anheim fallen.Ich wäre dafür die Beiträge desselben Verfassers möglichst zusammenzu lassen und die verschiedenen Dichter nach Verwandtschaft odersonstigen Beziehungen zu gruppiren. Es würde wünschenswertsein den Vertritt und ersten Platz einem Altmeister: Goethe, Tieck,Uhland zu geben. — Ich möchte Sie auffordern durch einen Vor-oder Nachklang die bunte Reihe zu eröffnen oder zu beschließen.
Entschuldigen Sie die Flüchtigkeit dieser Zeilen, und nehmenSie freundlich auf die Versicherung der Freude, die ich empfinde, inein so ehrendes Verhältniß mit Ihnen zu treten.
Ad. v. Chamiffo.
Ich bitte Sie meinen alten Freund und verehrten MeisterUhland aufs herzlichste zu grüßen. Ich brauche nicht meinen Wunschhinzuzufügen, daß er sich uns anschließen möge.
2 .
An denselben.
Berlin den 14. April 1832.
— — — Ich denke und hoffe, daß auch in diesem Büchleindie Zeit in ihrem ernsten politischen Sinne sich abspiegeln und dieöffentliche Meinung sich auch im Liede Luft machen werde. Ist siedoch in meinen eigenen Gedichten, unbewußt und ungesncht, oftgenug erschallt. Ich bin aber der Meinung, daß wir als Heraus-geber in dieser Hinsicht nichts zu thun haben, als eben keine poli-tische Censur in keinem Sinne auszuüben, und ich würde, diesesals Herausgeber zu bewähren, froh sein, daß eine Oppositionsstimme(ich nehme die Sache verkehrt, ich meine eine Stimme des Absolu-tismus und Obskurantismus) ein Lied anstimmte, das des poetischen