mögest leben, wie Du cö wünschest, in Gott! Heil und Segen inAllem, was Du vorhast. Amen! Amen!
Dein in alle Ewigkeit A. Neander.
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Dank für den lieben Brief.
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(Ans Göttingcn, Atärz !888.z
Mein thcucrster Herzensfreund, schon lange wollte ich Deinenlieben Brief beantworten, und habe Dir oft innerlich durch wech-selnde Empfindungen, mit brüderlicher Liebe Dich umarmend, ge-antwortet. Wie es kam, daß ich Dir nicht früher schriftlich denHerzensgruß erwiderte, weiß ich selbst nicht. Es ist, daß oft inder Schrift Anfang und Ende zu suchen mir widersteht. Daszu verstehen, das Ende und die Summa aller Theo-logie, war das Ziel und mir der leitende Stern meiner Studien,immer und mehr in den innersten bildlosen Grund des Geistes zudringen, dort aufzunehmen das Licht dcö Einen GotteS, der alleserleuchtet und wärmt, und wieder den Strahlen desselben Lichts nach,zugehen, sie innerlich erfassend, wie sie derselbe Gott in dem geistigenLeben der Menschheit erstrahlen läßt, die Bibel zu verstehen und ihreAuslegungen innerlich und äußerlich. Zuerst that es mir leid, indies für den Geist eiskalte Land verstoßen zu sein (und freilichschmerzt cs sehr, wenn die volle Brust von Liebe brennt und sichgern gemächlich ergießen und aufnchmen möchte, sie meist an einerlieblosen, todten Umgebung ungesättigt abprallt); aber laßt uns nichtscheuen, auch den letzten bitteru Hefen des Todeskelchs zu trinken,wie ihn uns die verfallene Zeit von außen oder das Faule undStolze, waS sich von ihr innerlich angesetzt hat, darbieten möge.Es freut mich jetzt und ich finde es mir heilsam und danke cs derLiebe Gottes, da mein Leben sonst nicht hätte gedeihen skönnenj.Bon allein Mittler unter den Menschen, von aller erfreulichen Um-gebung muß der Mensch gegen seinen Willen losgerissen werden,