Druckschrift 
6 (1864)
Entstehung
Seite
303
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damit cr allein hange und festhalte an dem ewigen Mittler, derMensch und Gott ist in Einer Person und sich leidend und ster-bend die Menschheit und in ihr den Menschen, wenn er sich glau-bend in dem eigenen Innersten seinem Leiden und Sterben hingiebt,erworben hat zum Eigenthume und erwirbt. Was die Worte desLehrers hören? Hat er die Wahrheit, so ist sie ihm von daher ge-kommen, von wo sie mir auch kommen und allein kommen kann,wenn cs nicht blos angebildctes Wesen, obgleich scheinbar, wennauch wirklich verstanden und ungeeignet, doch immer nur scheinbareigen und innerlich, wahrhaft Heuchelei. Kann ich das Licht ja nurmit meinen Augen durch das Licht sehen und strahlt es mir, wiecs mein Auge erfassen soll. Wollen sie aber etwas anders, dennden Einen Gott, was es auch sei, cs sei Natur oder Universumoder Menschheit, oder Kunst oder Teufel, was nicht ihm geopfertund durch ihn erst geheiligt wird; so möge die laute Stimme unddie innere zuthätige Liebe aller Wesen sie Lügen strafen! So gebeer mir innerlich sein Licht schauend, in demselben Moment, wie cssein muß, die Strahlen desselben überall, auch gebrochen in derirdischen Atmosphäre, zu empfangen und liebend zu verstehen, undeinst, wenn es Zeit ist, cs hcrvorbrechen zu lasten aus dem Aethcrin die niedere Atmosphäre und von da in die allgemeine und ausder zurück wieder in die eigene, oder gebe mir es nicht; sein Willegeschehe! So, herzlich lieber Freund, den ich bei mir haben undmit ihm gemeinsam das Heiligthum betreten möchte, haben unsvielleicht dieselben Stürme und Anfechtungen bei dem Einen vonder inneren, bei dem Andern von der äußern Außenwelt mehrausgehend, in ein Gedränge getrieben, das auf Eins hinausläuft,und alles Einen Hafen gezeigt, der jedem wird unverlierbar undunerschütterlich mitten im inncrn und äußern Leben, der auch aufdas Höchste und Herrlichste und Ewige im Menschen nicht trotzt,sondern alles demüthig hingiebt und überläßt dem Willen desGottes, der ihn zu verlassen scheint, wie er darum den Bodensinken läßt unter uns und wie jetzt in dem siechen Leben der Ge-neration, daß der Tod fresse den Tod und das Leben komme zum