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einander immer lebendiger und universeller kennen lernen. WaSauch die Umstände immer bringen mögen, so hoffe ich mit GottesHülfe, wir werden auch einstweilen die Schranken des Raumes ver-nichten können und uns auch gegenwärtig als Brüder erkennen, wiestets die empirische Nothwendigkeit der göttlich wollenden Freiheitunterliegt. Was ursprünglich Eins ist, strebt zur Einheit wiederzurück und zieht magnetisch sich an; was sich Paßt, muß sich findenund auch in der Zeit und gegenwärtig sich treffen und vereinen.
Einheit und Brüderschaft vernimmt von Dir und verkündet Dir
August Wilhelm.
70 ror- Tro^ov
Im März 1806, Hamburg.
Theuere Freunde*) insgesammt, ein heiliges, Gedeihen unseremBunde verkündendes Zeichen ist es, daß er denselben elektrischen Stoßzu derselben Zeit in unfern Geistern erregt, ehe wir selbst es ahnden.Der Brief, den Du entweder schon erhalten hast oder mit diesemzugleich erhalten wirst, den ich Mittwoch Dir geschrieben habe, wirdDir erklären, was ich meine. Auch in solchen Umständen, Zufälle,obgleich es keine Zufälle, sondern nothwendige Resultate unserer Sym-pathie sind, muß die allwaltende Anangke weissagend sich offenbaren.Möge denn auch unser Bund, zu höherer Vollendung gedeihend, eineder Formen werden, tn denen das ewige, heilige Mutterthal sich dar-stellt; möge es nimmer verhallende Töne seiner Melodie in derewigen Symphonie der Zeiten zurücklassen! Beten und arbeiten, jadas mag der Grundton seiner Musik sein! Oder vielmehr nur undallein beten, denn was kann der Mensch, was kann auch der, dermehr als Mensch ist, was soll er anders als beten! Was erhandelt,ist ein Gebet an die allwaltende Gottheit, der Erfolg ist die Er-hörung oder die Versagung des Gebetenen, das hat der Virtuose
*) CH., Darnhagen, Ncumann, damals in Hameln. Dgl. Pd. 5 . S. SZ.
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