Druckschrift 
6 (1864)
Entstehung
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due» zu Einem gestaltet, das alles, was außer ihm zu liegen scheint,mit seinem Charakter stempelnd, unter den mannigfaltigsten Formenals dasselbe sich offenbart. Verschieden können und müssen daherdie Bestrebungen der Glieder des Bundes im Einzelnen sein, damitdurch die Mannigfaltigkeit selbst die Einheit sich verkünde und vonallen Seiten gebildet werde der Stoff.

Ich fand keine Gleichgesinnte, mit denen ich mich vereinenkonnte zum schönen Bündniß, und fühlte, aus natürlicher Schüchtern-heit, auch keinen Trieb, sie selbst zu suchen, als die natürliche Noth-wendigkeit, die verwandte Naturen auch in der Zeit zusammenführt,mich mit unfern braven Freunden Varnhagen und Neumann bekanntmachte, die auch mich zum Glieds des Bundes aufnahmen. Seitdemkann ich es sagen, ward mir vieles, was ich fremd lebend nur ge-ahndet, klarer und Heller, und ich mir selbst meiner mehr bewußt,wie denn jeder, von den Gleichen fern sich kaum fühlend, in derEinheit mit ihnen zu fühlen beginnt, was er will. Die Umstände,die nur das, was in ihrem Bezirk liegt, hemmen oder fördern oderüberhaupt modifiziren können, scheinen uns, nachdem wir uns erkannthaben, trennen zu wollen; doch mögen sie immerhin über Dinge,die ihre Produkte sind, oder Menschen, die gleich ihren Produktensklavischen Sinnes ihnen dienen, gebieten. Was göttliche Freiheitschuf, ist ewig gleich dem Universum und waltet ruhig, ohne aufAcußcres zu achten, unbekümmert, ob es die Zeit fördern will odervernichten. Auch unser Bund ist ewig; mag er immermehr sichselbst die Zeit und den Zeitgeist schaffen, die empirische Nothwendig-keit, die vergebens dem Göttlichen zu widersctzen sich versucht, sichunterwerfen und gleich jenen schönen Orden des entlegensten Alter-thums, die ewig lebten in der Idee, sich immer lebendiger ge-bären und Alles, was sich ihm mit freier Wahl crgicbt, zur himm-lischen Einheit verbinden. So erkennen auch wir uns als Brüderund sprechen es gegenseitig aus. Ich wünsche Dich auch zu sehen,obgleich eS der körperlichen Gegenwart zur schönen Vereinigungnicht bedarf, doch ist cs angenehm und herrlich, auch in den äußerenund so zu sagen äußerlichsten Formen den Bruder sich offenbarendzn erblicken. Bis dahin laß uns durch die Offenbarung der Schrift