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Art zu sprechen und zu schreiben — nun wird er erst vollendskräftigen frischen Trank heraufbringen."
Wie Chamifso in den letzten Abschnitten seines Lebens alsSchriftsteller wirkte, wie er, sich selbst unbewußt, ein deutscher Na-tionaldichter wurde, daS liegt deutlich vor in den Briefen an de laFoye, die wir besonders in dieser Beziehung zur Mittheilung auSge-wählt haben. Es bleibt noch übrig, über seine Thätigkeit als Re-dakteur des deutschen Musenalmanachs ein Wort zu sagen, die ihnmit der jungen Dichterwelt im lebendigen Verkehr erhielt und ihmmanche Freude, aber bei der Gewissenhaftigkeit, mit welcher er jedesGeschäft betrieb, auch viel Sorge bereitete. Es ist rührend, wenner unterm 18. Juli 1837 an Schwab schreibt:
„Ja, theuerster Freund, die Redaktion des Musenalmanachs istein verdrießlich dornenvolles Geschäft. Dem unterziehen wir unszum Besten Aller, wohl wissend, daß wir es keinem zu Danke machenkönnen. Aber die Sache ist gut und kann in keine bessern Händekommen. In Gottes Namen denn! Ich will dabei bleiben, so langees geht, und Sie werden doch auch aushaltcn. Wer — vielleichtob gedruckter Makulatur — den oelelierrimum anspricht, findet es„kurios", daß auch nur Ein Schnitzel von ihm abgewiesen werde.Wer den literarischen Adel hat oder zu haben sich dünkt, will die liomi-nos novos ausgeschlossen wissen. Einer, der einen Namen zu habenmeint, nimmt Anstand, denselben unter so vielen unbekannten Namenverzeichnen zu lassen. Ein Andrer meint dagegen, man müsse Grafoder Baron sein, um in den edeln Bund ausgenommen zu werden.Norddeutsche ziehen sich zurück wegen der schreienden Parteilichkeit,die für die Süddeutschen herrscht, und gewiß sind die Süddeutscheneben so empört ob der Gunst, die den Norddeutschen zu Theil wird.Mir ist es immer verdrießlich, diesen Gegensatz in zwieträchtigemSinne hervorgehoben zu sehen. Sind wir denn nicht alle Deutsche?*)
*) Wie doppelt muß nicht jedes deutsche Herz diesem Bruder derWahlverwandtschaft entgegenschlagen!