Druckschrift 
6 (1864)
Entstehung
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zu verlieren glaubte, und ich brauche es jetzt noch, nach Maßgabemeiner geschwundenen Kraft. Meine hawaiische Grammatik ist ge-druckt. mein Lexikon, daran ich arbeite, kann mich noch über einJahr beschäftigen, die Vergleichung der andern Dialekte noch einMenschenleben und darein habe ich mich gestürzt, als ich wirklichkaum noch nur Monate zu leben gedachte und das war gut.Die Lyra hängt entsaitet am Nagel, und ich werfe ihr nur nochflüchtige Blicke zu doch erscheint immer noch der deutsche Al-manach, und die vierte Auflage meiner Gedichte ist bis auf wenigeBogen schon gedruckt.

Komm doch, lieber Adelph, wir wollen zusammen plaudern,wie ehemals; wir wollen unsere Jugend aus den Falten unsers altenHerzens wieder heraussuchen. Hitzig, mit dem ich allein noch lebe,und dessen nächsten Nachbar ich mich seit langer Zeit gemacht habe,läßt Dir das Allerherzlichste sagen: unser Vater Ede soll Dir auchder alte sein. Ich habe Varnhagen, dem ich Deinen Brief mit-theilen wollen, nicht zu Hause gefunden.

Eine Schwester von meiner Frau, ein in vielem Betracht treff-liches Mädchen, ist ganz natürlicherweise die Mutter meiner Kinder,die Erzieherin der Mädchen und die Hausfrau geworden. Wirsind zusammengerückt und alles ist wie zuvor bis auf eine inoommoid-sui-adls, die Du kennst. Besagte Schwester hat in diesem Verhält-niß die Beruhigung, die ihr abging, gefunden.

Ich werde abgerufen, lebe wohl, ich will den Brief schließen.Ich weiß schon, daß ich keinen Brief abschicke, den ich liegen lasteund am andern Tage ansehe. Lebe wohl!

Ad. v. CH.

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An Sophie Borries in Greifswald.

Berlin den 23. Dezember 1837.

Es ist mir, theuerste Freundin, als müßte Ihnen lieb sein, einWort von uns zu vernehmen, und ich habe es lange im Sinne an