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6 (1864)
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nicht übel nehmen, es ist bei schönen Damen mein alterworbenesRecht. Noch einmal lebe wohl und schreibe!

Ad. v. CH.

Ich werde Eurer Akademie bald mein jüngstes Produkt zu-schicken können eine hawaiische Grammatik das ist eine ArtRabouAs, die ich spiele und worauf ich versessen bin, diese fremdeSprache aus dem neuen Testament und etlichen ABC-Büchern zuerlernen und wieder zu lehren.

47.

An de la Foye.

Berlin den 13. September 1837.

Habe ich Dir denn, seit ich meine Frau verloren, geschrieben?Zch werde alt, das Gedächtniß für die jüngste Zeit geht mir aus,

') Dieser hatte ihm durch einen Brief vom 31. Aug. den Tod seiner Fraugemeldet. Dieser Brief wird hier mitgetheilt, zugleich als eine Probe der deutschenAusdrucksweise deS französischen Gelehrten:Zch hätte Dir früher schreiben sol-len, lieber Adclbert; doch bin ich seit einiger Zeit so unglücklich gewesen, daßich eher Mitleid als Tadel verdiene. Meine so gute und verdienstvolle Fran,mein einziger Freund, der mir Alles war, habe ich nach einer langen und schmerz-lichen Krankheit verloren. Es ist mehr als ich ertragen kann. Es ist Allesso wüst um mich her- daß ich auch gern abfahren möchte, wäre nicht mein klei-nes Mädchen, das meiner bedarf und der ich leben muß. Während der Krank-heit meiner unglücklichen Frau ist mir mein Kind in einen siebzig Fuß tiefenBrunnen sgefallens, worin eine Pumpe mit hervorragenden eisernen Haken be-festigt ist ; die Erschütterung und die Angst, die ich empfunden habe, kannst DuDir leicht denken. Das Kind ist herausgezogen worden, ohne die mindeste Verletzung.Ein Wunder war meinetwegen geschehen; ein zweites erwarteteich doch umsonst Und Gott weiß, zehn Kinder hätte ich für sie hingegeben.

Doch genug von mir! Auch Du hast Dein Kreuz zu ertragen und scheinst mirstandhafter als ich zu sein. Doch Du bist nicht so einsam und verlassen als ich;Freunde hast Du. hier habe ich nur Bekannt^, mit welchen ich nur von derZeitung u. s. w. reden kann. Niemand weiß hier, was ich leide; alle glaubenmich ganz und gar getröstet; denn ich spreche nie von ihr, und wozu? dieKerle würden mich nicht verstehen und vielleicht auslachen. In wenig

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