Druckschrift 
6 (1864)
Entstehung
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kaum dem Namen nach; das ist so ein Sänger, den man zumFreunde haben kann.

Lebe wohl, mein sehr lieber Freund, Du, die Bürgerin und dieKleine. Ich habe beschlossen, daß der Brief heute abgehen soll, undich schließe ab. Lebe wohl und halte Dich an den alten Freundenfest, in unfern Jahren kann man sie nicht recht ersetzen.

Pd. v. CH.

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An de la Foye.

Berlin den 2g. März 1837.

Ich komme schon spät und müde dazu, an Dich, mein viel lie-ber Geselle, zu schreiben, und dennoch will ich es heute thun, denneinmal muß es doch sein. Ich habe Dir gesagt, wie es mir elendgeht, ich schleppe mich hustend mit meinem Geschwür in der Brust,aber, was ich nicht geglaubt hätte, die Aerzte haben doch Recht, eswird daraus eine bloße Gebrechlichkeit, mit der man sich nur zubefreunden hat, weil man noch ein ganzes Stück Weges zusammen-gehen kann. Mittlerweil, mein Lieber, geschieht mir Leides amfrischen Holze, meine arme Frau liegt mir seit fünf Monaten da-nieder ich will weiter nichts hinzufügen. Ich habe verschiedeneMale zwei meiner Kinder in solchem Zustande gehabt, daß an einAufkommen nicht wohl zu denken war. Hier ist die Brust ange-griffen, aber die Nerven verdecken den wahren Zustand und dieAerzte geben die Hoffnung nicht aus.

Ich neige mich sehr zum Optimismus; was ich dulde und trage,scheint mir nicht über das vollgestrichene Maaß zu gehen, und wennich Vergleichungen anstelle, so muß ich doch bekennen, daß ich michnoch über Viele im Vortheil finde. Welches Kreuz hatte unser stilleNeumann zu tragen, als mit Nahrungssorgen, die ich nicht habe,er seine Frau furchtbar krank liegen hatte in welcher Hülflostg-keit ließ er sterbend seine Familie hinter sich! Ich verdanke meinerSchriftsteller-Carriere wirkliche Freuden, die mich erheitern und die

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