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das Da gekannt hast, zu melden weiß. Ich schließe diesen Brief,ohne ihn noch einmal durchzulesen. Ich will, daß Du ihn erhal-test — schreibe mir immer nach Berlin und lebe wohl. Ich binfast müde geworden.
Ad. v. CH.
45.
An de la Foye.
Berlin den 13. November 183S.
Theuerster Freund, Du begehrst einen Brief, da hast Dueinen. Es wird aber nicht viel darin stehen, weil ich nicht vielhineinzuthun habe.
Die Bergluft hat mich für den Augenblick erfrischt, wo ich siegeathmet habe, und das Geheiß des Arztes, meine Füße zu brauchen,hat mich in den Besitz derselben wieder hergestellt. Ich habe weiterkeine Kur gebraucht als Luft, Müßiggang und Bergklettern. Masterhabe ich nicht trinken dürfen und täglich nur eine Flasche Molkengetrunken. Wie weit ich es gebracht habe, will ich Dir mit einemMale vorprahlen. Ich habe in einer zweitägigen Fußwanderungdie Schneekoppe und den Riesenkamm bei Warmbrunn erstiegenund durchschweift, trotz einem Gesunden; habe in einer Baude bi-vouakirt, habe der Elbe für vier Groschen die Erlaubniß verschafft,frei ins Böhmerland zu fallen (es ist niederträchtig, daß die Elbeihre Künste für ein schlechtes Geld machen muß), und habe Allesgethan und genossen, was einem Reisenden von der Klasse Nr. 1für sein Geld zukommt. — Das ist auch Alles, was ich von mirzu rühmen weiß, im Wesentlichen sind wir ganz beim Alten. Ichhatte bei der Reise meinen ältesten Sohn mit, den ich zu botanistrenangeleitet habe, und der mir meine eigene Freude erhöht hat. Ichhabe dort in der alpinischen Region manche Pflanze wieder gesehen,die mir seit meinem ersten Botanistren in der Schweiz nicht wiedervorgekommen war, und auch manche, die ich noch nicht wachsen ge-sehen. Weißt Du wohl noch, daß eigentlich Du mich zu dem ge-