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Dichter Deutschlands. Lebe wohl, grüße ehrerbietig die Bürgerin,und gedenke mein bei Austern und sonst.
Ad. v. CH.
33.
An Trinius.
Berlin den 21. November 1828.
-Muß ich Sie, mein sehr lieber Freund, in so schmerz-licher Haft wieder finden? und immer durstend nach dem Mutter-laut, dem Anklang deutscher Kunst und Wissenschaft? Ich sehe Sieim Kerker der Krankenstube Ihre Ideenwelt um sich aufrnfen, unddarin am Ende weniger allein sein, als sonst mit den votrs Et-zellenzen, in deren Salons auf- und abzngehen Ihnen zu Zeitenobliegen mag; aber ich möchte Sie besuchen können, möchte mitIhnen deutsch sprechen und plaudern, lesen und leseln, möchte mitIhnen stimmen. — Die Welt rollt immer unmerklich fort von Ostenin Westen, unmerklich aber schneller als es scheint, und man bedarfwohl, wie Schiffer, die einander ans hohem Meer begegnen, alteFreunde, von denen man lange geschieden war, zu fragen: Was Ha-chen wir an der Zeit? — Nach unsrer großen Naturforschern*)haben Sie zu lechzen die Güte gehabt — theurer Freund, um vie-les ermüdender, als erquickend. 400 Menschen hintereinander her-laufend, und kaum im Caramboliren die Hand sich drückend; von8 bis 10 in den Sektionen, wo Leidliches und Unleidliches nochmehr vorgetragen wurde, von 10 bis 12 in der öffentlichen Sitzung,wo bis auf wenige Ausnahmen das Abgeschmackteste auf das Lang-weiligste vorgetragen wurde, von 2 bis 6 öffentliche Tafel, wo beimErbrausen der Menge, dem vergleichbar
nichts zu beginnen war, als eben ans einen Händedruck den Freundaufzusuchen, dem man schwerlich begegnete, weil man gleichzeitigvon ihm ausgesucht ward, und von 6 Uhr bis spät in die Nacht
') Die Versammlung der Naturforscher in Berlin.