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An de la Foye.»
Berlin den 22. Juni 1827.
Mein viel lieber Freund, lasset uns ein wenig zusammen plau-dern, wenn wir können. Meine Familie hat sich in diesen Tagenum eine Tochter vermehrt, und über die Gesundheit aller der Mei-nen bin ich jetzt, Gott sei Dank, beruhigt. Meine zwei Knabensind bereits den Schulen überantwortet, das stillgewordene Haushat in dem Ankömmling Ersatz gefunden. Wir leben still und imSchatten. Wir stehen am Morgen auf, wie wir uns am Abendgebettet haben. Ich werde Dir auf die eine oder die andere Artein Paar Bände zusenden, die eben von mir erschienen sind; derEine unser Schlemihl in einer eleganten Ausgabe, mit Nachstichender englischen Kupfer und mit einer Sammlung meiner Lieder undBalladen vermehrt, — der Andere ein allgemein nützlich sein sollen-des Buch von den Kräutern und ihrer Nutzbarkeit — mit Ansichtenvon dem Pflanzenreich und der Pflanzenkunde — die ich Dir alleinals mein wissenschaftliches Glaubensbekenntnis; empfohlen habenwill. Bon meinen Gedichten hat sich manches schon vor dem Druckder Sammlung losgemacht, und hat wiederholt in Deutschland ge-fangen. Gott gebe seinen Segen! Von einer französischen Ausgabemeiner Bemerkungen und Ansichten bin ich liederlicher Weise ganzabgekommen. Ich kann nicht französisch schreiben, kurz, das ist un-ter den Tisch geratheu. Wir haben jetzt hier den jungen Ampere,Herausgeber Eures Globe; ein wackerer Gelehrter, ganz in den Geistund Wesen unseres Volks, unsrer Sprache, unserer Literatur ein-gehend, und sonst ein gar lieber junger Mensch*). Lebe wohl,
*) Von seinem ersten Zusammentreffen mit Chamiffo gicbt Ampere selbstfolgende ergötzliche Schilderung in der kovnv ävs eioux monckos, Mai 1810:Als ich mich im Jahre 1827 in Berlin befand, stellte mich Hitzig in der lite-rarischen Gesellschaft einem seiner Freunde vor, der mehr als irgend ein ande-rer das Gepräge trug, welches wir in Frankreich eine deutsche Tonrnürc zu nen-nen pflegen. Der Mann war groß und hager, lange Haare hingen ihm auf die