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meiner Zukunft, theurc, liebe Freundin, reiht sich Unbekanntes nochan, wir sehen der baldigen Entbindung meiner Frau entgegen.Wenn ich oft den Wunsch gehegt habe, ihr ein Weniges von derWelt zu zeigen, von der ich selber ein Mehreres geschaut habe,wenn ich an Hamburg, die Nordsee «. s. w. gedacht, sind dieseTräume jetzt weit und weiter hinausgerückt. — Habe ich jetzt mei-nen Stiefeln festansitzende Pantoffeln übergezogen, hat Freund Neu-mann Schuhe, die ihn nicht immer nicht drucken, und er muß durchmanchen Kummer durch sich grünend erhalten. So leidet sein jüng-stes viertes Kind au dem angeborenen Wasserkopf.
Von Hitzig — unserm Vater Ede — sag' ich Ihnen weiternichts, Sie haben ihn selbst dort in seinem frischen Wirken gesehn.Von Varnhagen, mit dem ich ganz im alten Verhältniß fortlebe,sage ich Ihnen- auch weiter nichts, da Sie doch in ununterbrochenerMittheilung, ob vielleicht nicht in alltägiger, mit ihm fortleben.Wir sehen uns bestimmt einmal wöchentlich in der literarischen Ge-sellschaft, und außerdem noch, so oft mich irgend etwas nach demInnern der Stadt meinen Weg zu nehmen veranlaßt, was freilichselten genug geschieht; denn ich lebe in meiner äußersten Ecke amThore, welches nach Schöneberg führt, wo das Herbarium undmein Geschäft mich sechs Stunden des Tages halten, wie gebannt,und ein Gang in Berlin ist für mich eine Reise in die Fremde. —Noch einmal, meine getreue, geliebte Freundin, herzlichen Dank fürIhren lieben, lieben Brief. Behalten Sie mich in gutem Angeden-ken und sprechen Sie freundlich von mir zu Assing und auch zuFanny. — Wir haben hier Doktor Julius gehabt, er wird Ihnengute Nachrichten und Rechenschaft von uns geben können. Ich bitteSic, falls Sie ihn sehen, ihn zu grüßen. Leben Sie wohl, heiterund glücklich. Ihr alter erprobter Freund
Adelbert.