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An Antonie.
Berühret Morpheus deine Augenlieder,
Dich sanft entführend in das Reich der Träume,Entführt der Traum mich in das Reich der LiederDurch vor'ge Zeiten und entfernte Räume;
Die Rosen meiner Jugend blühen wieder,
DaS Zuckerrohr lockt unter Brodfruchtbäume,
Und heitrer winkt, das Schönste alles Schönen,Dein Bild dem Glücklichen; die Saiten tönen.
Ich sehe dich, ein Kind annoch, mir reichenDie kleine Hand mit hocherglühten Wangen,
Und keine war an Liebreiz zu vergleichenDer kleinen Braut, die fromm an mir gehangen.Die Kinder sah'n mich an für ihres Gleichen,
Es ward mir wohl, wir spielten unbefangen;
Ich brachte Puppen vor und andre Sachen,Bedächt'ge Leute mochten drüber lachen.
Und mich entführten strengere Gewalten.
Wie anders fand ich's, dürft' ich wieder nah'n.
Zur Jungfrau will das Kind sich schon entfalten,Der Bräutigam ist nun ein fremder Mann.
Nicht du, nicht Sie, wie sollt' ich mich verhalten,Ich stand von fern und schaute so dich an.
Ich sah dich Ede's Kind im Schooße wiegen,
Das schöne Bild wird ewig in mir liegen.
Und wieder trieb es mich hinaus ins Leben,
Das schöne Bild liegt tief in meiner Brust.
Ich forsche, heimgekehrt, mit innerm Beben;
Wie blüht die volle Ros' in üpp'ger Lust!