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lichsten Freundeskuß. Aber es blieb nicht bei Neumann stehen, auchvon de la Foye lief die Nachricht ein, daß er geheirathet habe, undabermals schrieb ihm Chamisso: „Glaube nicht, das rühre von Dei-ner eigenen Weisheit her, und sei darauf nicht stolz, nein, meinLieber, ich weiß es bester; es steckt jetzt in der Luft, es ist ende-misch, unser Neumann z. B. — Was mich betrifft, so sehe ich kom-men, daß ich im Frühjahr das Heirathen wie im Herbst denSchnupfen bekomme, ich mag mich auch noch so sehr mit dem Aus-gehen in Acht nehmen, es hilft nichts."
Und also geschah cs. Der Frühling 1819 brachte ChamissoEhren — die Universität Berlin ernannte ihn zum äootor liouo-larius der Philosophie und die Gesellschaft naturforschender Freundedaselbst zu ihrem Mitglieds — Amt — das eines Adjunkt beimbotanischen Garten — und die Braut, — Antonie Piaste, Nichteder Freundin, welche nach dem Tode von Hitzig's Gattin ihr Lebender Erziehung seiner Kinder gewidmet hatte, damals achtzehn Jahrealt, die mit Hitzig's Töchtern aufgewachsen war wie eine ältereSchwester. Chamisso selbst berichtet hierüber an Varnhage» (inKarlsruhe) in folgendem Briefe:
Berlin den 7. Mai 1819.
„Sodann, wenn Du dereinst im lieben Lande der VäterSitzest daheim bei der Gattin und schönaufblühenden Kindern,Sorgsam eigenes Gut bewirthend zum Heil der Erzeugten,
Magst Du gedenken des Freundes, der fern Dir im Norden zurück-blieb,
Und es erfreue Dein Herz, den Anderen schön zu verkünden,
Wie wir in heiliger Nacht aufrichteten heiliges Bündniß;
Auch das Geschenk daun zeige umher, daß All' es ergötzet,
Wie wir einander geehrt und mit Liebe gestrebt zu erfreuen."*)
„Das Hab' ich denn auch gestern treuen Sinnes gethan, Lieber,und zwar im lieben bösen Berlin, nicht noch im Kreise der schön-
-) Vgl. S. sg.