Druckschrift 
6 (1864)
Entstehung
Seite
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dieser Brief abgehen soll, soll ich auch dem Kronprinzen*) vorge-stellt werden. Ob ich meine Sämereien mit derselben Gelegen-heit abschicken werde wie den Brief, steht noch bei der Dogana,darüber nächstens mehr und eigentliche Briefe, die Angen fallen mirzu. Wir sind in einem polizirten Lande ich glaube, daß ichohne Lichtenstädt und die Gesandtschaft gleich weiter nach Sibiriengereist wäre, oder bis zur Ankunft des Grafen in guter Obhut zustudiren Muße gehabt hätte, dennder Herr hat keinen Paß". Ichbin schon in Petersburg wie in Berlin, dem es sehr gleicht, zuHause. Die> ich hier suchen wollte, sind alle abwesend. Lebewohl, herzlich wohl Du hast auch dem Tode gezollt. Laß michin der Umarmung verstummen!

Aus St. Petersburg.

Ich kann und mag und werde Dir nichts schreiben,

Bis ich Dir schreibe:morgen fahr' ich ab."

Und schreiben werd' ich's Dir doch wohl einmal,Geduld, mein Herz, Geduld!

Ich habe unfern wackern Prinzen jüngst,

Nachdem er mich am Morgen, da ich nichtZu finden war, erwartet eine Stunde,

Am Abend noch, doch flüchtig nur gesprochen.Vergangenheit und Gegenwart verschlangenSich da um mich so seltsam rasch und froh,

Und herzlich rief er mir Willkommen zuUnd lobte nach Gebühr die guten Stiefeln,

Und war verschwunden und es rief ihm nach:

Geduld, mein Herz, Geduld!

Und nun der kleinen Großen müß'ges VolkMehr oder minder gnädig sich herausnimmt,

Mein Thun zu loben, so und so zu fragen,

*) Von Preußen.