Druckschrift 
6 (1864)
Entstehung
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Des Kaisers Huld mir huldreichst zu verheiße»:

Sollt' ich des Teufels nicht darüber werden?

Ich habe aber anders mich besonnen

Und bin davon gelaufen; gastlich hat

Und freundlich Lichtsnstädt mich aufgenommen,

Ich habe Dach und Fach und Haus und Wirthin;

Das Schiff liegt hinter mir mit dem Gelichter;

Mir ist ein Schatz der Freude unser Semler.

Und so Geduld, Geduld! die Stadt ist groß,

Verlorne Schritte bringen hin die Zeit.

Hier scheint man noch in Zweifel zu beharren,

Wer von den deutschen Männern allzumalDer größte sei? ob Kotzebue, ob Merkel?

Schreibt mir darüber doch das Nähere.

Was sonst im Herzen mir und Kopf sich dreht,

Das wird zu seiner Zeit bei HändedruckUnd Wort noch Heller werden.

X 5 c k r k /

Der Kaiser hat uns noch nicht besucht. Krusenstern wird heuteerwartet. Krug*), ein seltsamer Mensch, in Eisrinde eingefroren,der beim Kanzler viel vermag und mit unserm Kram sich befaßtzu haben scheint, hat mich nach hinreichend langem Ansehn mitGutmüthigkeit ermahnt, über Alles, was ich nur wollte, gegen ihnmich auszusprechen; aber er habe jetzt nicht Zeit Geduld!Kosmeli ist noch nicht erschienen er fehlt mir, es fliegen hierso wenig Maultrommel-Töne, als gebratene Tauben in der Luft. Lichtenstein und die Freunde werden es mir nicht verargen, daßich an mich halte und ihnen aus der fatalen Stimmung nicht dieZeit mit leeren Papier-Briefen verhunze. Bei Gott, bei Gott, ichbin mehr bei Euch allen als hier zugegen! Ein Kourier spinntmir heute das Geschreibsel von der Seele; ich gebe ihm die Pflan-zen-Sämereicn mit.

*) Der bekannte Aknbemtker.