Druckschrift 
6 (1864)
Entstehung
Seite
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Nach einer stürmischen Nacht verspricht uns- wieder am Abend eingünstiger Wind die Abfahrt auf morgen.

18./30. Wir sind unter Segel und ein günstiger Wind trägtuns hinaus. Die breiteren Meere, wo hinein wir kommen, werdenuns vielleicht öder Vorkommen und wir uns verlorener im Sturm.Bis jetzt im Gerümmel der Schiffs und oft nach dem Küstcnfeuer(Leuchtthürme) vor- und rückschauend, waren wir wie auf den erleuchte-ten Straßen Bcrlin's, nur daß ich mich nach dem Kammergerichte nichtanders zu finden wußte*) als mit der Seele.

Wenige Tage Ueberfahrt nach den Canarischen Inseln und dort nurfünf Tage Aufenthalt. Wir haben so viel Zeit verloren. 34 Jahrdie Reise jedoch wer kann's bestimmen!

Miß O'Neill (zum Beweis, daß wir an ihr wirklich ein Spe-cimen der englischen dramatischen Kunst gesehen haben) hat laut Zei-tungsnachrichten 7000 Pfund vou ihrer Kunstreise. Nächst denPariser Nachrichten erfüllt jetzt alle unsere Papiere der große Pe-dcstrian, der zu Blackheath auf einer Heide in einem abgestecktenKreise 1000 Meilen (englische, 60 auf den Grad) in 20 Tagen derWette nach gehen soll und mit guter Hoffnung im achten Hundertschon geht.

Daß ich 2 Paar Rappiere angeschafft habe und zur Zufrie-denheit des Kapitains Fechtmeister auf dem Rurik bin, habe ich wohlzu erwähnen vergessen; es ist in unserer Beschränkung kein zu ver-achtender Moment und diese eingeführte Gymnastik thut Leib undSeele wohl.

Noch vor Plymouth.

^ ^^iober^' ^ h"t der Teufel wieder da! Die

Wiederholung der letzten Fahrt. Der Brief geht heute ab wannwir selbst? Gott weiß es die Stürme der Nachtgleichen und der

*) Dort in tcr Nähe wohnte Hitzig.