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Sturm anwuchs, der uns am Morgen des 14/26. wieder einzulau-fen und unfern alten Ankerplatz aufzusuchen nöthigte. Wir hattendie Stange unsers Marssegels und einige Planken verloren, einManu war dabei beschädigt worden und wir beschädigten selbst beimEinlaufen ein Schiff im Hafen, und brachten sogar ein zweites inGefahr. — Und, mein vielgeliebter Eduard, eben heute erst am1S./27. läßt sich der Graf von Siewen, unser russischer Gesandtein London, cinfallen, seiner langgehegten Esclhaftigkeit zu entsagen,und schicket mir Deine ihm anvertrauten Briefe ein. Dank — Dank
— Dank! auch für die Meinen, obgleich mir der Graf andere Briefevorcnthaltcn mag, Lin ich so außer Sorgen*) und in Gottes Na-men mit Flaggen und Wimpeln vorwärts! — erhält sich der Wind,wie er nun weht, so lichten wir noch morgen Abend die Anker, dawir früher schon unfern Schaden ersetzt haben werden. — Segelnwir morgen, so muß ich die ruhigsten Minuten benutzen, noch ein-mal traulich mit Dir zu schwatzen. Ich habe das Herz so voll unddie Tinte fließt mir so trocken von der Feder. Glaube Dich nichtund glaube sich nicht Einer vergessen, weil ich nicht viele Wortemache, bei Gott ich träume von Dir und von Euch, und wie ichmich drehe und wende, bleibt mein bestes Herz doch in Berlin. Inmeinem letzten Briefe steht schon, was ich hier mit glatten Wortenrund heraus wiederholen will. Mögen mir, wie es sich anschickt,meine treuen und lieben Lehrer und Freunde Erman, Liechtenstein,Weiß, Rudolphe, Otto, Hahne, Klaproth, Horkel, Knape nicht zür-nen, wenn diese meine Reese, statt einer großen Ausbeute für dieWissenschaft, keine andere Frucht bringt, als mich ein Bischen zulüften. Wormskiold, getäuscht in seinen Hoffnungen, geht schon starkmit dem Gedanken um, uns zu verlassen, und fährt noch nur Probebis zu den Canarischen Inseln mit. — Ich bin, ich muß zufriedensein, für mich bleibt diese Lustreise immer gleich schön, nur wünschteich, ich könnte sie als ein bester benutztes Instrument der Wissen-schaften, denen ich diene, machen, und nicht wie in einem Futteral
— „ein Pastagier auf einem Kriegsschiff, wo man nicht gewohnt
') Vgl.- Bd. 5. S. Zgj.