Lassen sich nun auch an den Neuenburger Figuren Motivenachweisen, welche von allen vier Basler Evangelisten entlehnt
sind, so hat der Künstler sichdoch, einmal auf die Darstellungvon nur zwei Statuen beschränkt,von jeder Seite der Galluspforteeine Gestalt zum besonderenVorbilde ausersehen. So er-scheint der Petrus, freilich unterWahrung seiner ikonographi-schen Eigentümlichkeiten, demJohannes, der Paulus dem Lukasnachgebildet.
Fassen wir zuerst diesen Pe-trus ins Auge. Seine rechteSchulter bedeckt, wie die desJohannes, der halbrunde Mantel-zipfel, auf welchem sogar dasBasler Kugelornament wieder-kehrt. Allerdings nur ein- stattzweireihig, aber der NeuenburgerKünstler vereinfacht sich ebendie Sache, wo es irgend geht.Arm- und Handhaltung sindfast dieselbe, die rechte Handliegt über der Schleife, welcheder schärpenartige Gurt auf derrechten Seite bildet. Und wohlnur, weil der Bildner dies Motivbeibehalten wollte, giebt er sei-nem Petrus, im Gegensatz zufast allen sonstigen z. B. auchden französischen Figuren diesesApostels, den Himmelsschlüsselin die linke Hand. Die langenVerticalfalten des Untergewan-des, die sich schlängelnde archaische Linie des unterenSaumes sind wiederum ganz dieselben. Die Halsöffnung des Ge-
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Petrusstatue von Neuenburg.